El Salvador: Krise im Agrarsektor

Sonntag, 17. Mai 2026

 

Die Regierung behauptet Agrarsektor umfassend zu unterstützen. Expert:innen widersprechen und warnen vor sinkender Produktivität, steigenden Kosten und zunehmender Landflucht

Produktionsrückgänge und steigende Kosten deuten auf eine strukturelle Krise im Agrarsektor von El Salvador hin
Produktionsrückgänge und steigende Kosten deuten auf eine strukturelle Krise im Agrarsektor von El Salvador hin

San Salvador. Die Landwirtschaft in El Salvador steckt in einer tiefen Krise. Während Kleinproduzent:innen über steigende Kosten, zunehmende Unsicherheiten, sinkende Rentabilität und wachsende Konkurrenz durch Importe klagen, präsentiert die Regierung ihre Agrarpolitik als Erfolgsgeschichte.

Agrarminister Óscar Domínguez erklärte auf X: "Noch nie hat eine Regierung den Agrarsektor so umfassend unterstützt wie die von Präsident Nayib Bukele." Er verwies darin auf Programme zur Produktionssteigerung, der Schaffung von Anbauflächen für Grundnahrungsmittel, Subventionen, technologische Modernisierungen und staatliche Vermarktungsstrukturen landwirtschaftlicher Betriebsmittel "zu den niedrigsten Preisen".

Doch ein Blick auf die verfügbaren Daten und die Einschätzungen aus den betroffenen Sektoren zeigt ein anderes Bild. Der Ökonom César Villalona widerspricht den Aussagen von Domínguez deutlich. Aus seiner Sicht zeigen die offiziellen Statistiken keinen Aufschwung, sondern einen deutlichen Rückgang zentraler Produktionsbereiche.

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