Schweiz/Überraschung: Polizei mal so, mal so

Dienstag, 12. Mai 2020


1. Mai -> Polizei am tschuggeren wie gestört.
2. Mai ("Verschwörungsdemo") -> Polizei: "Können da nichts machen".
5. Mai -> Handvoll Klimastreikende mit Abstand und Masken - in Handschellen abgeführt.
9. Mai ("Verschwörungsdemo" reloaded) -> Polizei so: (Bild: @mueller_adrian
 9. Mai 2020


Venezuela: Siegesfeier im Fischerdorf

Freitag, 8. Mai 2020


(zas, 8.5.20) Die Leute des Fischerdorfs Chuao haben den Berichten zufolge eine wichtige Rolle bei der Festnahme eines Söldnerkommandos gespielt. Sie haben die Eindringlinge entdeckt und waren laut offizieller Version auch an deren Verhaftung beteiligt. Das folgende Bild zirkuliert im Internet mit diesem Text: "Emblematisches Bild für die Geschichte. Ein einfacher, mit einer Pistole bewaffneter Fischer, fordert in Chuao an der Küste von Aragua die Terroristen zur Ergebung auf."


Auf Youtube findet sich dieses Video von einem Siegesfest in Chuao:

Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=T7wLvBxwXvs&feature=youtu.be

Venezuela: Pompeo klärt, Kommunist hetzt, DEA im Geschäft

Donnerstag, 7. Mai 2020


(zas, 7.5.20) Manu Pineda ist Europarlamentarier für Unidas Podemos. Er tweetete letzte Nacht im Zusammenhang mit den in Venezuela gefangenen Söldnern, darunter zwei US-Bürger:
«Pompeo sagt, dass die USA die Söldner nicht kannten, dass sie nicht ihre sind, aber dass sie zurückgegeben werden müssen.»
Pineda hängte diese Aussage von Pompeo (EFE) an:
«Falls das Regime von Maduro sich entschliesst, sie zurückzuhalten, werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um sie zurückzubringen.»
 Als ob das etwas anderes als patriotischen Humanismus belegen würde!
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PS: Für Neugierige gibt es ein Youtube-Video (10 min., englisch-spanisch), in dem einer der gefangenen Amis, Luke Alexander Denman, auf Fragen der venezolanischen Behörden zur gescheiterten Operation antwortet. Es ist ziemlich klar, dass ein Söldnerunternehmen in den USA, Silvercorp, in die Sache verwickelt ist. Klar nicht zuletzt aufgrund eines leicht bombastischen Interviews von Sivercorp-Boss Jordan Goudreau mit der in Miami stationierten, virulent antichavistischen Propagandistin Patricia Poleo und Aussagen Goudreaus gegenüber der Washington Post.
Im Zusammenhang mit dieser Operation hat das venezolanische Fernsehen auch ein Geständnis des Drogenhändlers José Alberto Socorro Hernández (Pepero) ausgestrahlt, der von der US-Drogenbehörde DEA angeheuert worden sei. Pepero sagt, er sei von der DEA beauftragt gewesen, just zur Zeit der Söldneraktion im Volksviertel Petare in Caracas eine wilde Schiesserei mit einer anderen Drogengang zu inszenieren, bei der es keine Verletzten geben sollte, die jedoch die Behörden von der eigentlichen «action» ablenken sollte. Die Schiesserei hat es gegeben. Pepero wäre laut dem venezolanischen Informationsminister Jorge Rodríguez auch dafür zuständig gewesen, einem weiteren Teil des Söldnerkommandos, das ebenfalls am Sonntag aufgeflogen war, Lastwagen voller Waffen zu übergeben. Dabei ging er hoch.
Das klingt nach Räuberstory. Und nach business as usual. S. zur DEA in Kolumbien und USA z. B. Das US-Kartell aus Correos 186. Die DEA spielt beim Konstrukt von Maduro et al. als Narco-Capos eine wichtige Rolle. Am 26. März d. J. setzte das US-Justizdepartment ein Kopfgeld für die «Ergreifung» Maduros in der Höhe von $ 15 Mio. aus.
Das wollten sich Goudreau & Co. nicht entgehen lassen. Denman war Teil eines Kommandos, das vom Meer kommend nahe von Caracas landen wollte, aber, nach venezolanischen Angaben, von Fischern entdeckt wurde. Der (Ex?-) Green Beret gibt an, sein Kommando hätte den Flughafen von Caracas (oder einen Teil davon) «sichern» sollen, um den Abtransport von Präsident Maduro in die USA zu ermöglichen. Maduro hätte von einem anderen Kommando unter Leitung venezolanischer, nach dem gescheiterten Putsch vom 30. April 2019 nach Kolumbien geflüchteter Ex-Militärs gefangen genommen werden sollen, jenem Kommando, dem Pepero die Waffen übergeben sollten. Auch dieses Kommando wurde teilweise aufgerieben (acht Tote, sechs Verhaftete), ein anderer Teil ist noch in Freiheit.
Wir verstehen die Insistenz Mike Pompeos.

Invasion von Paramilitärs und Söldnern nach Venezuela vereitelt

Dienstag, 5. Mai 2020

https://amerika21.de/2020/05/239596/invasion-paramilitaers-soeldner-venezuel
Venezuela / Politik / Militär

Der ehemalige US-Marinesoldat Jordan Goudreau und Javier Nieto Quintero, ein Deserteur der venezolanischen Armee, bekennen sich in einem Video zu dem Invasionsversuch an der Küste von Macuto, La Guaira, und rufen das Militär von Venezuela auf, sich ihrer Sache anzuschließen | Screenshot
Der ehemalige US-Marinesoldat Jordan Goudreau und Javier Nieto Quintero, ein Deserteur der venezolanischen Armee, bekennen sich in einem Video zu dem Invasionsversuch an der Küste von Macuto, La Guaira, und rufen das Militär von Venezuela auf, sich ihrer Sache anzuschließen | Screenshot
Caracas/Washington. Die venezolanischen Behörden haben offenbar eine bewaffnete Invasion unter Beteiligung US-amerikanischer Söldner vereitelt. Demnach soll eine Gruppe Militärs am Sonntag an der nordvenezolanischen Küste gelandet sein. Die Invasoren seien aufgerieben worden, nur zwei der Männer hätten überlebt, hieß es aus Caracas. Der Vorfall soll sich in den frühen Morgenstunden ereignet haben. Das bewaffnete Kommando habe sich auf Schnellbooten dem Küstenstaat La Guaira nördlich der Hauptstadt genähert, hieß es aus Caracas. Der Zwischenfall ereignete sich inmitten einer verschärften Sanktionspolitik und militärischer Drohungen der USA gegen Venezuela.
"Eine Gruppe terroristischer Söldner, die in Kolumbien organisiert und ausgebildet wurden, hat versucht, mit Kriegsmaterial vor der Küste von La Guaira von Bord zu gehen", hieß es in einer Erklärung der Bolivarischen Nationalen Streitkräfte (Fuerza Armada Nacional Bolivariana, FANB). Der Invasionsversuch sei durch ein Zusammenspiel von Geheimdienstarbeit und Verteidigungsübungen der Armee und der Polizei vereitelt worden, die umgehend reagiert hätten. Bei einer bewaffneten Auseinandersetzung seien acht Mitglieder der paramilitärischen Gruppe getötet worden, zwei wurden festgenommen. Auf venezolanischer Seite gibt es keine Berichte über Verletzte.
Bei der Aktion wurden offenbar militärische Ausrüstung und Waffen sichergestellt. Nach ersten Einschätzungen aus Venezuela soll es sich zumindest in Teilen um Ausrüstung handeln, die bei einem fehlgeschlagenen Militärputsch am 30. April 2019 gestohlen wurde. Taucher suchen nun die Gewässer vor dem Landungsort nach zusätzlichen Waffen ab, Schiffe der Marine patrouillieren vor der Küste, um nach weiteren möglichen Booten von Söldnereinheiten zu suchen.
Nach dem Zwischenfall hat die venezolanische Regierung jetzt mehr als 25.000 Soldaten mobilisiert. Sie sollen nach weiteren möglichen Kämpfern im Land fahnden, hieß es von Behördenseite. Bislang seien gut ein Dutzend Verdächtige festgenommen worden. Unter ihnen sollen sich auch zwei US-Bürger befinden, so Präsident Nicolás Maduro. Die Staatsangehörigkeit der weiteren Festgenommenen ist bislang unklar.
Vor der gescheiterten Militäraktion am Sonntag hatte die US-Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, dass der ehemalige US-Elitesoldat Jordan Goudreau eine führende Rolle bei einem Invasionsplan unter Führung des pensionierten venezolanischen Generalmajors Cliver Alcala gespielt habe. Goudreau sei für die Ausbildung eines Kontingents von 300 Deserteuren der venezolanischen Armee verantwortlich gewesen, die mit einem schwer bewaffneten Konvoi nach Venezuela einfallen und binnen 96 Stunden die Hauptstadt einnehmen sollten. Goudreau ist Gründer des US-amerikanischen Söldnerunternehmens SilvercorpUSA.

Brasilien: Sohn von Präsident Bolsonaro finanzierte kriminelle Geschäfte

Samstag, 2. Mai 2020

https://amerika21.de/2020/04/239447/flavio-bolsonaro-miliz-illegal-immobilie

Brasilien / Politik
Von

Im Visier der Ermittler: Präsidentensohn Flávio Bolsonaro (links) mit seinem Vater
Im Visier der Ermittler: Präsidentensohn Flávio Bolsonaro (links) mit seinem Vater
Rio de Janeiro. Mitglieder der Präsidentenfamilie Bolsonaro sind offenbar in kriminelle Immobiliengeschäfte verwickelt und haben mit dem organisierten Verbrechen von Rio de Janeiro kooperiert. Laut dem brasilianischen Bundeskriminalamt, der Bundespolizei (PF), hat der älteste Sohn des Präsidenten, Flávio Bolsonaro, über Jahre mit öffentlichen Geldern wissentlich den illegalen Bau von Häusern durch die paramilitärische Miliz finanziert und daraus Gewinne erzielt. Dies belegen Dokumente und Daten von Telefon- und Kontenüberwachung, die der Bundesstaatsanwalt von Rio de Janeiro vorliegen und zu denen das Investigativmagazin The Intercept Brasil exklusiven Zugang hatte.
Die Ermittlungen beziehen sich auf die Zeit von 2003 bis 2018, in der Flávio Bolsonaro Abgeordneter in der gesetzgebenden Versammlung des Bundesstaates Rio de Janeiro war und sein Vermögen um fast eine halbe Million Euro vermehrte. Demnach kassierte sein Büroleiter Fábrizio Queiroz bis zu 40 Prozent der Gehälter von Bolsonaros Angestellten – das sogenannte System "rachadinha". Den Ermittlern zufolge überwies Queiroz einen Teil des Geldes an den Kopf einer Gruppe des organisierten Verbrechens, Adriano da Nóbrega. Mit diesen Geldern finanzierte die kriminelle Gruppe in von ihr kontrollierten Stadtteilen im Westen von Rio den illegalen Bau und Verkauf von Wohnimmobilien. Im April 2019 starben 24 Menschen als zwei dieser Gebäude einstürzten.
Ein Anteil der Gewinne ist später an den Präsidentensohn zurückgeflossen, was den rapiden Anstieg seines Vermögens erklärt, so The Intercept. Als Bolsonaro Junior 2002 in die Politik eintrat, gab er Vermögenswerte von 25.500 Reais (damals ca. 12.500 Euro) an. Im Jahr 2018 waren es 1,74 Millionen (damals ca. 440.000 Euro). Die Angestellten waren in das System "rachadinha" eingeweiht. Flávio Bolsonaro beschäftigte unter anderem die Frau und die Mutter des Anführers Adriano da Nóbrega.
Nóbrega war ein Bekannter der Familie Bolsonaro sowie Ex-Hauptmann der Polizeisondereinheit Bope und gilt zudem als Kopf einer Bande von Auftragsmördern, dem "Büro des Verbrechens" (Escritório do Crime). Ermittler machen sie für den Mord an der linken Politikerin Marielle Franco verantwortlich. Nóbrega wurde im Februar dieses Jahres auf der Flucht von der Bundespolizei erschossen, nachdem er bei einem Parteikollegen des Präsidenten Bolsonaro im Bundesstaat Bahía untergetaucht war. Medien beschreiben den Polizeieinsatz als "Hinrichtung" und mutmaßen, dass ein wichtiger Zeuge aus dem Weg geräumt werden sollte.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Bolsonaro Junior wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Veruntreuung öffentlicher Mittel. Sie stützt sich dabei auf die Auswertung von Bankdaten von 86 Personen, die in das Geschäft mit dem illegalen Bau und Verkauf von Gebäuden verwickelt sind, schreibt The Intercept auf seiner Seite. Bereits im Dezember 2019 berichtete das Nachrichtenportal G1 über das System der "rachadinha" im Abgeordnetenbüro von Flávio Bolsonaro.
Die jüngsten Ermittlungserfolge der Bundespolizei sind einer der Gründe, warum Brasiliens Staatsoberhaupt letzte Woche den Leiter der Bundespolizei absetzte und damit den Rücktritt von Justizminister Sergio Moro provozierte. Bolsonaro hat immer wieder versucht, in die Ermittlungen einzugreifen oder an geheime Informationen zu gelangen. "Die Untersuchungen sorgen die Familie Bolsonaro – bereits neun Mal forderten die Anwälte des Senators, das Verfahren einzustellen", schreibt The Intercept.
Erst im März hatte eine Richterin von Rio de Janeiro einer formalen Beschwerde von Flávio Bolsonaro stattgegeben und die Untersuchungen ausgesetzt. Diese Entscheidung wurde später aufgehoben. Fabrício Queiroz und Flávio Bolsonaro weisen die Anschuldigungen von sich.

Kuba entsendet weitere Ärzte und erprobt Medikamente gegen Covid-19

https://amerika21.de/2020/04/239422/kuba-aerzte-medikamente-corona
Kuba / Soziales

Fachpersonal für Soforthilfe bei Katastrophen und Epidemien weltweit im Einsatz. Erste Erfolge bei Eindämmung des Virus in Kuba erreicht

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Kubanische Gesundheitsspezialisten treffen in Südafrika ein, um die Bemühungen zur Eindämmung Covid-19 zu unterstützen
Kubanische Gesundheitsspezialisten treffen in Südafrika ein, um die Bemühungen zur Eindämmung Covid-19 zu unterstützen
Havanna. Mehr als 1.450 kubanische Mediziner sind inzwischen in 22 Ländern im Kampf gegen das neuartige Coronavirus im Einsatz. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Prensa Latina. Sie sind Teil der 2005 von Fidel Castro ins Leben gerufenen Hilfsbrigade "Henry Reeve", die auf Katastrophensituationen und schwere Epidemien spezialisiert ist und seitdem weltweit zum Einsatz kommt. Zuletzt startete ein Kontingent aus 217 Ärzten und Pflegekräften nach Südafrika. In Europa arbeiten kubanische Mediziner neben Italien inzwischen auch im Fürstentum Andorra an der Bekämpfung des Virus.
Bereits Mitte März machten sich Brigadisten auf nach Italien, das sich damals auf dem Höhepunkt der Pandemie befand. Wenige Tage zuvor, am 11. März, wurden auf Kuba selbst die ersten Corona-Fälle entdeckt, verursacht durch Touristen aus der Lombardei.
Die umfangreichsten Einsätze laufen derzeit in Katar, wo ab dem 15. April 229 Fachleute gelandet sind, sowie in Angola mit 219 Ärzten und Pflegekräften. "Kubanische Ärzte sind exzellent, wir haben positive Erfahrungen gemacht", erklärte der Co-Direktor des nationalen pandemischen Programms in Katar, Abdullatif Al Khal. Der Golfstaat habe vor einigen Wochen um medizinische Unterstützung gebeten und Kuba habe "als freundliches Land seine Hand ausgestreckt", so Al Khal.
Neben den genannten Staaten sind viele kleinere Kontingente der Henry-Reeve-Brigade derzeit in Lateinamerika und der Karibik im Einsatz, unter anderem in Mexiko, Honduras, Jamaica, Barbados, Haiti und Belize.

Im Einsatz gegen Covid-19: Die Brigade „Henry Reeve“

Im Einsatz gegen Covid-19: Die Brigade „Henry Reeve“
Die sozialistische Insel reiht sich zudem in die Liste der Staaten ein, die eine Therapie zur Behandlung von Covid-19 entwickeln. Bisher ist vor allem sein rekombinantes Interferon Alpha-2B bekannt, das ursprünglich für andere Anwendungszwecke entwickelt wurde, in China jedoch auch zur Behandlung von Corona-Patienten eingesetzt wird. Studien zu dessen Wirksamkeit sind derzeit im Gange.
Mit einer lokal applizierbaren Immuntherapie (amerika 21 berichtete) unter dem Namen "CIGB-2020" hat Kuba zudem ein Mittel zur Aktivierung der angeborenen Immunabwehr gegen Covid-19 entwickelt, das seit kurzem im Rahmen einer klinischen Studien überprüft wird. Vorläufige Ergebnisse belegen offenbar eine Zunahme der Makrophagen und Lymphozyten im Blut der Probanden, bis zur möglichen Zulassung stehe jedoch noch ein längerer Weg bevor. Darüber hinaus testet Kuba auch den Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir, der normalerweise zur Behandlung der gewöhnlichen Grippe eingesetzt wird und hierzulande unter dem Handelsnamen "Tamiflu" bekannt ist.
Kubas Mediziner richten ihre Blicke derzeit jedoch vor allem auf das HIV-Medikament Kaletra, das eine Kombination der beiden Präparate Lopinavir und Ritonavir darstellt und trotz einer eher ernüchternden Studie aus China von russischen Medizinern für vielversprechend gehalten wird. Das Mittel ist Gegenstand der großen WHO-Studie "Solidarity", bei der vier verschiedene Medikamentenkombinationen auf ihre Wirksamkeit zur Behandlung von Covid-19 untersucht werden sollen. Kaletra hätte ebenso wie Oseltamivir den Vorteil, dass es von Kuba selbst in größerer Stückzahl hergestellt werden könnte. Wie die Parteizeitung Granma berichtet, konnte das Pharmaunternehmen Novatec erste Chargen von Kaletra auf der Insel produzieren. Es habe "gute Ergebnisse" bei der Behandlung gezeigt.

Checkpoint der Quarantänezone in La Fe auf der Insel der Jugend
Checkpoint der Quarantänezone in La Fe auf der Insel der Jugend
Auf Kuba selbst wurden mittlerweile erste Erfolge bei der Eindämmung des Virus erreicht. Bis Dienstagabend sind 1.467 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden, 575 Personen gelten als geheilt. Die Anzahl der aktiven Fälle ist seit dem 24. April rückläufig und beträgt derzeit 802. Bisher sind auf der Insel 58 Personen an den Folgen der Erkrankung verstorben.
Bei der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus setzt die Insel vor allem auf "Abstandhalten" und die gezielte Verfolgung von Infektionsketten durch Gesundheitspersonal. Bereits Anfang März war der Bevölkerung zudem das Tragen von Mundschutzmasken angeraten worden.
In fast allen Provinzen sind Quarantänezonen zur Eindämmung der 39 bekannten lokalen Übertragungsketten eingerichtet worden. Aktuell ist dabei Centro Habana in den Fokus gerückt, vor allem die Gegend um Los Sitios. Risikogruppen und Gesundheitspersonal werden dort mit dem Impfstoff Vamengo-bc gegen Mengingokokken geimpft, was die allgemeine Immunität stärken soll. Die jüngsten Quarantänegebiete sind auf der Insel der Jugend eingerichtet worden, wo am vergangenen Mittwoch vier Wohngebiete mit über 3.000 Bewohnern unter strikte Quarantäne gestellt wurden.

Seit Anfang März obligatorisch: Tragen von "nasobucos"
Seit Anfang März obligatorisch: Tragen von "nasobucos"
Nach Santiago de Cuba hat jetzt auch die Provinz Pinar del Río eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, nachdem sich in der Gegend von „La Ceiba“ (Gemeinde Guane) ein Infektionsherd gebildet hatte. Die Wohnung darf in der Provinz zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens nur noch für den Gang zum Arzt verlassen werden.
Wie der epidemiologische Leiter des Gesundheitsministeriums, Dr. Francisco Durán, erklärte, bewege sich das Land inzwischen in Richtung des "best case"-Szenarios unter den drei nationalen Modellen zum Verlauf der Pandemie. Der Gipfelpunkt wird für die erste Maiwoche erwartet. Durán warnte davor, "jetzt die Regeln zu lockern oder bei der Disziplin nachzulassen". Danach sieht es bisher nicht aus: Die Ende März beschlossenen und seitdem mehrfach verschärften Maßnahmen, darunter auch die vollständige Grenzschließung, wurden um weitere 30 Tage bis Ende

[rojavaagenda] Newsletter Nr. 16: Auf zu einem lautstarken kämpferischen 1. Mai!

Freitag, 1. Mai 2020

von
rojka@riseup.net (rojka@riseup.net)Liebe Freund_innen und Genoss_innen
Solidarität heisst: Nicht zuhause bleiben, kein Homeoffice, sondern
unsere Stimmen gegen Krieg, Ausbeutung, Femiziden und Kapitalismus auf
die Strasse tragen!
Heraus zum 1. Mai - siehe https://barrikade.info/article/3416
Ausserdem ruft die Kampagne „Gemeinsam Kämpfen für Selbstbestimmung und
Demokratische Autonomie“ zu Aktionen in der Walpurgisnacht (30.4.) auf:
„Gerade jetzt brauchen wir eine starke feministische Antwort auf
steigende Gewalt und staatliche Angriffe in Zeiten von Corona“:
https://anfdeutsch.com/frauen/gemeinsam-kaempfen-aufruf-zur-walpurgisnacht-18762
Der Krieg gegen die kurdische Bewegung geht auf allen Ebenen weiter. In
Südkurdistan werden die Angriffe gegen die Verteidigungsgebiete
verschärft. Mit der Unterstützung der feudalen PDK versucht die Türkei,
die befreiten Gebiete zu erobern. Das schmutzige Spiel der PDK soll
davon ablenken, dass sie nicht die Kraft hatten, sich gegen die Angriffe
des IS zu verteidigen (siehe
https://anfdeutsch.com/kurdistan/pdk-entsendet-einheiten-in-die-qendil-berge-18523
und
https://anfdeutsch.com/kurdistan/suedkurdistan-tuerkische-luftwaffe-greift-erneut-an-18630).
Reaktionen dazu:
https://anfdeutsch.com/kurdistan/duran-kalkan-fuer-die-pkk-nicht-hinnehmbar-18609
und
https://anfdeutsch.com/hintergrund/soll-behdinan-zu-einer-provinz-der-tuerkei-werden-18753
und
https://anfdeutsch.com/kurdistan/bevoelkerung-von-qendil-die-tuerkei-will-einen-bruderkrieg-18767
Trotz der schwierigen Lage bleibt die Politik der kurdischen Bewegung
internationalistisch wie der Aufruf der Kongreja Star zeigt:
https://anfdeutsch.com/frauen/brief-von-kongreya-star-an-alle-frauen-der-welt-18758
Gegen das Vergessen! Am 24. April ist der Gedenktag an den Genozid an
den ArmenierInnen, siehe dazu
https://lowerclassmag.com/2020/04/24/was-sagt-ein-gebaeude-ueber-den-genozid-an-armenierinnen/
Zwei aktuelle Beiträge von Make Rojava Green Again:
- Leben ist Widerstand – Widerstand ist Leben!
https://rojavaagenda.noblogs.org/post/2020/04/16/schreiben-von-makerojavagreenagain-und-rojava-komitee-zuerich/#more-2134
- Interview mit Jiyan gesprochen, Mitglied der Bewegung junger Frauen in
Nordostsyrien:
https://anfdeutsch.com/Oekologie/rojava-Oekologische-krise-und-revolutionaere-loesung-18746
Zum Schluss noch zwei Hintergrundtexte und ein Filmhinweis, weil Einige
ja immer noch viel Zeit haben:
-
https://anfdeutsch.com/hintergrund/kommentar-befreiung-vom-staat-der-moerder-notwendig-18632
-
https://anfdeutsch.com/hintergrund/die-genozidale-politik-des-staates-und-der-leichnam-in-der-kiste-18526
- Film über die Komandantin Arian:
https://anfdeutsch.com/hintergrund/commander-arian-im-internet-frei-zugaenglich-18610
Auf zu einem lautstarken kämpferischen 1. Mai!
Mit solidarischen und kämpferischen Grüssen
Rojava Komitee Zürich
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