Südmexiko-Newsletter Dezember 2020 / Januar 2021

Freitag, 15. Januar 2021

 CHIAPAS
Zu Beginn folgen die drei letzten Communiqués der EZLN von sechs, die angekündigt wurden, sozusagen als Vorspann zur geplanten globalen Rundreise 2021. In der Schweiz und in Europa haben sich viele Gruppen zusammengeschlossen, um den Empfang der Zapatistas vorzubereiten.

ERSTER TEIL: Gemeinsame Erklärung eines Teils des Europas von unten und der EZLN
(Communiqué vom 1.1.2021)
An die Pueblos, die Völker der Welt
An die Menschen, die in den fünf Kontinenten kämpfen
Geschwister und Compañer@s

Während dieser letzten Monate haben wir mit unterschiedlichen Mitteln den Kontakt zueinander hergestellt. Wir sind Frauen, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transvestiten, Transsexuelle, Intersexuelle, Queers und mehr, Männer, Gruppen, Kollektive, Vereinigungen, Organisationen, soziale Bewegungen, Pueblos originarios/ ursprüngliche Völker, Stadtteil-Zusammenschlüsse, Gemeinden und ein langes Etcetera, das uns Identität gibt.
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/01/01/primera-parte-una-declaracion-por-la-vida/
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=10994

ZWEITER TEIL: DAS WIRTSHAUS (Communiqué vom 29. 12. 2020)
Der Kalender? Der aktuelle. Die Geographie? Irgendein Winkel in dieser Welt. Sie wissen nicht so recht, warum – jedoch laufen Sie an der Hand eines kleines Mädchens. Dieses ist kurz davor zu fragen, wo es denn wohl hingehe – als sie zusammen vor einem großen Wirtshaus stehen. Eine enorme Leuchtreklame, wie die eines Kinos, besagt: »DIE GESCHICHTE INGROßSCHRIFT – Wirtshaus-Bar«.Weiter unten steht: »Kein Zugang für Frauen, Kinder, Indigene,Arbeitslose, AnderE, Alte, Migrant*innen und anderes Gesindel.« Irgendeine weiße Hand hat hinzugefügt: »In this place, Black Lives does no matter.« Eine weitere – männliche – Hand schloss sich an: »Frauen können eintreten, falls sie sich wie Männer benehmen.«
Auf Spanisch (und Deutsch): http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2020/12/29/segunda-parte-la-cantina/

DRITTER TEIL: DER AUFTRAG (Communiqué vom 22. 12. 2020)
Davon, wie Defensa Zapatista versucht, Esperanza den Auftrag des Zapatismus zu erklären und andere geglückte Argumentationen. »Nun gut, somit werde ich dir etwas sehr wichtiges erklären. Aber du kannst keine Notizen machen, denn ich möchte, dass du es in deinem Kopf bewahrst. Das Notizheft lässt du eh nur irgendwo herumliegen, deinen Kopf jedoch musst du ständig mit dir herumtragen.« Defensa Zapatista bewegt sich von einer Seite zur anderen, so wie es – wie gesagt wird – der verstorbene SupMarcos tat, wenn er etwas sehr wichtiges erklärte. Esperanza sitzt unterdessen auf einem Baumstamm und vorausschauend hat sie ein Stück Plane über das feuchte Holz voller Moose, Pilze und Reisigstückchen gelegt.

Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=10987
Quelle: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2020/12/22/tercera-parte-la-mision/


Aufruf zur Fünften Nationalversammlung des Nationalen Indigenen Kongresses (CNI)
Communiqué vom 09.12.2020

Wir Völker, Nationen, Tribus und ursprünglichen Nachbarschaften, die wir der Nationale Indigene Kongress, der Indigene Regierungsrat und die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung sind, widerstehen der Krankheit unserer Mutter Erde, die sich in einer schweren Pandemie äußert, welche das Leben und die Wirtschaft unserer Comunidades und der ganzen Welt getroffen hat. Wir hören uns in der Stimme der Originalvölker, sie schreien aus ihren Geographien, in denen sie gegen den kapitalistischen Krieg kämpfen und widerstehen. Dieser Krieg der sich indigenes und bäuerliches Territorium unter den Nagel reißen will. Das geschieht mit Hilfe einer aggressiven extraktivistischen Politik, das geschieht überall in der Geographie unseres Landes. Es sind Megaprojekte des Todes, sie nennen sie Interozeanischer Korridor in den Bundesstaaten von Oaxaca und Veracruz, Integrales Projekt Morelos in den Bundesstaaten Morelos, Puebla und Tlaxcala, Maya-Zug in den Bundesstaaten des Südostens von Mexiko oder Internationaler Flughafen von Mexiko-Stadt im Zentrum des Landes. Die Umsetzung einer Serie von Politiken und Mechanismen, um den `Freihandel´ fortzusetzen, untergeordnet den Vereinigte Staaten von Amerika und Kanada und um die Migration aufzuhalten, weiter um die Organisation und den Widerstand unserer Völker zu verhindern oder zumindest zu schwächen. All das geschieht durch Verdrängung der traditionellen Autoritäten und durch die Durchführung von simulierten indigenen Befragungen.
Auf Deutsch:  https://www.chiapas.eu/news.php?id=10972
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2020/12/09/convocatoria-a-la-quinta-asamblea-nacional-del-congreso-nacional-indigena/


Bei Angriffen auf Aldama: Seit September neun Menschen verletzt
Wie das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas in Chiapas informierte, wurde Anfang Dezember einer der Sprecher der Vertriebenen von Aldama, Andrés Jiménez Pérez, durch mehrere Schüsse verletzt. Damit steigt die Zahl der Verletzten durch die bewaffneten Angriffe auf die zu Aldama gehörenden Gemeinden auf 22.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/allgemein/bei-angriffen-auf-aldama-seit-september-neun-menschen-verletzt/
Zum Angriff auf Hilfskonvoi Mitte November: https://www.npla.de/thema/allgemein/bewaffneter-angriff-auf-hilfskonvoi-in-chiapas/




MORELOS

Gira: Zapatisten und indigenes Bündnis in Mexiko wollen Vernetzung stärken
Im Januar findet in Tepotzlán im Bundesstaat Morelos eine Versammlung des Nationalen Indigenen Rates (Congreso Nacional Indígena, CNI) gemeinsam mit der Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN) statt. Bei dem Treffen soll eine "Bilanz der Ausbeutung und des kapitalistischen Krieges" der Regierung gegen betroffene Gemeinden im ganzen Land gezogen werden. Ein weiteres Thema ist die Beteiligung einer Delegation des CNI an der geplanten globalen Rundreise der Zapatisten, die im April 2021 in Europa beginnen soll.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/12/246192/versammlung-cni-und-ezln



GUERRERO

Vier Nahua-Indigene sind in der Gemeinde Chilapa im Bundesstat Guerrero tot aufgefunden worden
María Agustín Chino, Amalia Morales Guapango, José Benito Migueleño und Miguel Migueleño verschwanden bereits am 18. Dezember auf der Landstraße von Chilapa nach Tlapa. Einen Tag später wurden ihre Leichen in ihren eigenen Wagen mit Folterspuren aufgefunden. "Sie wurden gefesselt, gefoltert und anschließend hingerichtet", heißt es im Communiqué des Nationalen Indigenen Rats (CNI).
Die vier Opfer waren Mitglieder des CNI und des Indigenen und Volksrats von Guerrero – Emiliano Zapata. Sie waren Anhänger der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) und unterstützten 2017 die indigene Präsidentschaftskandidatin Maria de Jesús Patricio Martínez.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/12/246451/indigene-hinrichtung-guerrero

2. Widerstandserklärung des CIPOG-EZ zu den Morden an 4 ihrer Mitglieder*innen (vom 21.12.2020)

Im Juni 2019 gaben wir bekannt, dass unser Gebiet gesperrt ist, um eine Reihe von Massaker zu verhindern. Angesichts des Terrors, den die narco-paramilitärische Gruppe »Los Ardillos« sät – und angesichts der Abwesenheit des mexikanisches Staates – erklärten wir uns zu CNI-CIG-Gemeinden im Widerstand. Nach einem Jahr narco-paramilitärischer Umzingelung, die uns bis an die Grenze zu ersticken suchte, entschieden wir am vergangenen 18. November 2020, diese Umzingelung zu durchbrechen.
Ein Monat danach fangen die Morde wieder an. Die Straflosigkeit, die die »Los Ardillos« genießen, gibt ein klares Zeichen: Hier existieren keine Menschenrechte, hier existieren weder Gesetze noch irgendeine Rechtmäßigkeit. Der Staat ist nicht abwesend, sondern er ist Komplize und sucht unseren Tod, weil wir ihn stören, ihn hindern.
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.congresonacionalindigena.org/2020/12/21/enterrar-a-nuestros-muertos-honrar-a-nuestros-caidos-y-tomar-la-justicia-en-nuestras-manos-segunda-declaracion-de-resistencia-de-los-pueblos-del-cipog-ez-cni-cig/

Ayotzinapa: Lucía Baltazar - Politische Gefangene in Mexiko

Das Kollektiv Liquidámbar, ruft zu Solidarität mit der Künstlerin Lucía Baltazar und vier ihrer Mitgefangenen auf.
Lucía Baltazar, Angehörige der indigenen Nahua-Gemeinde in Guerrero, Mexiko, ist bildende Künstlerin und Dichterin. Sie war politisch aktiv im Kampf gegen das Verschwindenlassen der 43 Studenten von Ayotzinapa. Auf der Suche nach ihrer Schwester Alejandra in Mexiko-Stadt wurde Lucía 2015 festgenommen. Ihre Schwester war 40 Tage zuvor verschwunden und befand sich, so die Recherchen von Lucia und ihrer Familie, in einem Untersuchungsgefängnis in Mexiko-Stadt. Ohne Haftbefehl und konkrete Anklage wurde Lucia dort ebenfalls festgenommen und anschließend ins Hochsicherheitsgefängnis des Bundesstaates Nayarit gebracht. Seit 2018 ist sie im Frauengefängnis von Tanivet im Bundesstaat Oaxaca inhaftiert. Fünf Jahre Untersuchungshaft ohne Vorlage von Beweisen, ohne Gegenüberstellung mit Belastungszeug*innen, fünf Jahre, in denen ihre Familie sie nur ganz selten sehen konnte, da jeder Besuch im 600 km entfernten Gefängnis die wenigen Rücklagen der Familie schnell aufbrauchte.
2021 wird eine neue Kampagne für die Freilassung von Lucía Baltazár und vier ihrer Mitgefangenen starten. Bis dahin bitten wir um Spenden, um die schwierige Situation der Frauen wenigstens etwas zu erleichtern: Es fehlt ihnen an allem: Artikel des täglichen Bedarfs, Kleidung, Schreibmaterial, Farben...
Spendenaufruf: https://www.oeku-buero.de/luc%C3%ADa-baltazar-politische-gefangene-in-mexiko.html



WIDERSTAND GEGEN GROSSPROJEKTE

Eine Mahnwache gegen den Bau einer Pipeline für das Wärmekraftwerk Huexca im mexikanischen Bundesstaat Morelos ist von der Nationalgarde geräumt worden
Unterstützt von örtlichen Polizeikräften gingen circa 400 Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden des 23. November gegen die Gegner des Projekts vor, die in San Pedro Apatlaco am Ufer des Cuautla 2016 zwei Protestlager errichtet hatten. Die andauernden Proteste richten sich gegen die Fertigstellung einer Pipeline, die das Wasser des Flusses zum Wärmekraftwerk Huexca (Proyecto Integral Morelos, PIM) umleiten soll. In einem öffentlichen Schreiben bezeichneten die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) und der Nationale Indigene Kongress die Aktion als "feige".
Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/12/245770/nationalgarde-raeumt-mahnwache

Mexiko-Stadt. Hundertausende fordern Aussetzung des "Tren Maya"-Projekts
Unterstützt von 268.000 Unterschriften fordern die Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen vom mexikanischen Umweltministerium (Semarnat), die Umweltverträglichkeitserklärung für die erste Phase des Tren Maya-Projekts nicht zu genehmigen.
Zu Beginn des Jahres wurde zur ersten Phase des Tren Maya-Projekts eine von der Regierung angeordnete öffentliche Befragung durchgeführt, die von zivilgesellschaftlichen Initiativen als "betrügerische Simulation" zum Schaden der indigenen Bevölkerung in Campeche, Yucatán, Quintana Roo, Tabasco und Chiapas angeprangert  wurde.
Bei der Übergabe der Unterschriften wurde darauf verwiesen, dass das Projekt und die damit verbundenen Arbeiten zahlreiche Risiken berge und Umweltauswirkungen für den gesamten mexikanischen Südosten habe, worauf auch vom Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie hingewiesen wurde.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/12/245879/hundertausende-stopp-tren-maya

Gericht verhängt Baustopp: Indigene klagen gegen Tren-Maya-Eisenbahnbau
Rückschlag für Mega-Infrastkturprojekt in Mexiko: Der Bau eines Streckenabschnitts der Tren-Maya Eisenbahn soll vorerst gestoppt werden. Geklagt hatten 100 indigene Gemeinden der betroffenen Bundesstaaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo. Die Justiz wird nun prüfen, ob auf dem Bauabschnitt Mitbestimmungsrechte der betroffenen indigenen Bevölkerung verletzt würden, so die mexikanische Tageszeitung "Milenio".
Weiterlesen: https://www.blickpunkt-lateinamerika.de/artikel/gericht-verhaengt-baustopp-indigene-klagen-gegen-tren-maya-eisenbahnbau/



MEXIKO

Seit drei Monaten halten feministische Kräfte Gebäude besetzt. Ein Interview mit Finja Henke zum aktuellen Stand
Seit September ist die Nationale Menschenrechtskommission in Mexiko-Stadt durch feministische Kräfte besetzt – sie fordern Aufklärung und ein Ende der Gewalt und Morde an Frauen, der Feminizide, und der gleichzeitigen Straflosigkeit. In den zwei Monaten der Besetzung haben die Feministinnen die Menschenrechtskommission in einen Zufluchtsort für Betroffene umgewandelt und halten weiter an ihren Forderungen fest, bei denen es bereits einige Erfolge zu verzeichnen gibt.
Wie sich die Lage vor Ort entwickelt hat, aber auch die Lage in Mexiko generell für Frauen, darüber sprachen wir von Radio t mit Finja Henke, die seit zwei Jahren in San Cristóbal/Chiapas lebt und in einer Menschenrechtsorganisation zu digitalen Rechten arbeitet. Gleichzeitig ist sie Feministin und veröffentlicht für Lateinamerika Nachrichten.
Alles Hören: https://amerika21.de/audio/245752

Interview mit Lulú V. Barrera: Feministische Proteste in Zeiten der Pandemie
Die mexikanische Cyberfeministin Lulú V. Barrera über Gewalt gegen Frauen im Netz und die feministische Bewegung während der Corona-Pandemie. Mit ihrem Medienkollektiv Luchadoras veröffentlichte sie kürzlich einen Bericht über digitale Gewalt. Außerdem arbeiten die Aktivistinnen an kollektiven Antikörpern und Samen für eine andere Zukunft. Barrera ist feministische Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin in Mexiko-Stadt. Sie gründete das Medienkollektiv Luchadoras, von wo aus sie für ein Internet frei von Gewalt gegen Frauen arbeitet.

In Mexiko wird die strukturelle Gewalt an Frauen besonders deutlich. In den letzten Jahren stieg die Zahl von durchschnittlich sieben Feminiziden am Tag auf aktuell elf. Aber auch feministischer Protest ist sichtbarer geworden.
Ja, hier in Mexiko gab es bis März 2020 eine Reihe von sehr großen Demonstrationen und Protesten. Zunächst im August, die sogenannte „Brillantinada“, danach die Demonstrationen zum 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und dem 8. März 2020, dem internationalen Frauen*kampftag. Letztere war die größte Demonstration seit sehr langer Zeit. Am nächsten Tag, dem sogenannten 9M, gab es den bisher größten Frauenstreik im der Geschichte Mexikos.

Dieser Artikel ist Teil des Dossiers Geschlechterdemokratie in Lateinamerika, das mit Interviews, Artikeln und Infografiken über die Situation von Frauen und LGBTIQ in Lateinamerika – und über Strategien und Erfolge der wohl größten feministisDchen Bewegungen der Welt informiert.
Weiterlesen: https://www.boell.de/de/2020/12/01/mexiko-feministische-proteste-zeiten-der-pandemie?dimension1=division_la

Mexiko: Menschenrechte in Zeiten der Pandemie
Das Jahr 2020 war überschattet von der Corona-Krise. Doch welche Krisen löst diese Pandemie abseits des Gesundheitswesens und der Wirtschaft aus? Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte, dem 10. Dezember, werfen wir einen Blick auf Mexiko, wo sich unter dem Eindruck der Pandemie die Menschenrechtslage massiv verschärft hat. Ebenso die Menschenrechtsverteidigung steht vor vielen Herausforderungen und Hürden - in Mexiko wie auch in Deutschland.
Anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=z06ViXOf0U4



IN EIGENER SACHE

CAFE REBELDIA: Neue Mischung
Der Verein Café RebelDía importierte Ende 2020 erstmals Kaffee von Maya Vinic. Die aktuelle Mischung besteht somit aus hochwertigem Kaffee der zapatistischen Kooperative Yachil und der Kooperative Maya Vinic, beide aus dem Hochland von Chiapas.
Die Kooperative Maya Vinic entstand aus der zivilen indigenen Organisation Las Abejas (die Bienen). 1999 trafen sich die Vertreter*innen der „Abejas“, um über die Zukunftsaussichten ihrer Gemeinden zu beraten. Die meisten von ihnen verdienten ihren Unterhalt als Kaffeebauernfamilien. Doch bezahlten die Coyotes zu tiefe Preise für den Kaffee. Um sich gemeinsam von dieser Abhängigkeit zu befreien, gründeten sie die Kaffeekooperative Maya Vinic. Heute zählt die Kooperative rund 600 Mitglieder, von denen die meisten den Abejas angehören.
Gleichberechtigung, gemeinsames Arbeiten, der Respekt gegenüber der Natur und ihren Ressourcen (biologischer Anbau) und das Prinzip des solidarischen Handels prägen die Kooperative bis heute.