Mexiko, Lateinamerika, USA: Kontinentales Grenzregime und Protest afrikanischer MigrantInnen

Sonntag, 25. August 2019

Video hier

Video von Protest von MigrantInnen aus Afrika (vor allem Kongo und Kamerun), die von den Migrationsbehörden an der mexikanischen Südgrenze interniert werden. Wie lange noch lässt sich die Regierung AMLO zu Washingtons Handlangerin erpressen?

Die USA intensivieren in diesen Wochen in rasendem Tempo ihre Grenzverlagerung bis nach Südamerika hinein (so wie die EU dies in Afrika macht). Eine AFP-Note von vorgestern berichtet über ein Treffen von Sicherheitsministern und Migrationsverantwortlichen aus Zentralamerika und Kolumbien mit Kevin McAleenan, Chef des Department of Homeland Security, in Panamá. AFP schreibt: «In den ersten sechs Monaten des Jahres haben mehr als 13'600 Migranten aus Indien, Kamerun, Kongo, Angola und Guinea zusammen mit Kubanern und Haitiern diese Route [durch den Darién-Urwald an der panamaischen Grenze mit Kolumbien] genommen, um in die USA zu gelangen.» McAleenan wird so zitiert: «Ich denke, dass der Einbezug von Panama, Costa Rica und Kolumbien in den letzten zwei Monaten die eine äusserst positive Entwicklung dieser Diskussion gebracht hat.»
Warum der Mann das so sieht, erläutert der Migrationsdirektor Kolumbiens, Cristian Krüger: «Da es sich um ein transnationales Delikt handelt, müssen wir zusammenarbeiten, wir bewirken nichts, wenn jeder für sich arbeitet.» Und er vergisst auch die venezolanische Migration nicht, die die Region «in Gefahr bringen kann».
McAleenan ist die Figur, die am 22. August eine neue «Regulierung» präsentierte, die es den US-Behörden erlauben soll, migrantische Kinder und ihre Angehörigen unbeschränkt lange einzusperren. Alles natürlich nur zum Wohl der Kinder (die ja auch im Sahel und Mittelmeer sterben sollen, um sie den Klauen der Schlepper zu entreissen): «Kein Kind darf eine Marionette in einem Schema zur Manipulation unseres Immigrationssystems sein. Deshalb eliminiert die neue Regel den Anreiz, Kinder als Freibillett auszubeuten, oder, wie mir das ein Gentleman in Guatemala sagte, ein Freipass für die Migration in die USA.»