Komplizenschaften

Mittwoch, 27. April 2016


Zwei junge Besucher der Grossen Moschee in Genf sollen sich dem Jihad angeschlossen haben. Zwei der dort lehrenden Imame – im Visier des französischen Staatsschutzes – haben sie dabei evl. unterstützt. Offenbar floss/fliesst saudisches Geld in die Moschee, werden die Imame (oder ein Teil von ihnen) in Saudi-Arabien ausgebildet. Eine Journalistin von Radio SRF befragt den Moscheevorsteher, der betont, der Islam sei eine moderate Religion, mit Toleranz für Andersgläubige. Er mache mit bei Integrationsgesprächen der Stadt Genf. 
Nun, ja. 
Doch im nächsten Beitrag kommt der Experte zum Zug, Beat Stauffer.  Er und die Interviewerin sind besorgt, ja, sehr besorgt, über die saudische Connection. Und vielleicht stimmt, was der Experte insinuiert. Dass es nämlich eine politische Vorgabe aus Riad sei, der die Moscheevertreter folgen – nicht unnötig auffallen in der Schweiz.  Sechs Minuten erörtern der Mann und die Fragestellerin das saudische Islamproblem in der Schweiz. Die Saudis hier, die Saudis dort. Keine Zeit, um eine sich doch aufdrängende Frage auch nur zu streifen: Warum hat, wenn die saudische Connection ein reales Problem ist,  der Bundesrat vor einer Woche Waffenexporte nach Saudi-Arabien legalisiert? Keine Zeit, um zu erwähnen, dass viele in jener Weltgegend ein weiteres, jetzt noch verschärftes Problem haben: ein schweizerisches.  Also diese Musulmanen, diese Moscheen….