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Vor 522 Jahren haben die Urvölker von Abya Yala den
Völkermord entdeckt.
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Grossmütter der Plaza de Mayo solidarisieren sich mit Kobanê
Freitag, 10. Oktober 2014
http://civaka-azad.org/belagerung-von-kobane-wird-begleitet-vom-staatsterror-der-tuerkei-newsticker/
Auch in Lateinamerika gibt es Solidaritätskundgebungen mit Kobanê. Die “Großmütter der Plaza de Mayo” (Abuelas de Plaza de Mayo) haben ihre wöchentliche Aktion in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires dem Kampf in Kobanê gewidmet. Neben den Mitgliedern der Initiative waren auch Vertreter des Kurdistan-Solidaritätkomitees anwesend. Bei der einstündigen Aktion wurden Plakate mit Slogans wie “Wir stehen neben der Bevölkerung Kobanês, die gegen den IS, den Imperialismus, die NATO und die Türkei kämpft” getragen.
ANF
Tags:
Argentinien,
Kurdistan
Kobanê, der kurdische Aufstand in der Türkei und das transnationale Kalkül
(9.10.14) Die Rebellionen in Kurdistan/Türkei werden von den
vielen Medien wider besseres Wissen als Appell an die türkische Regierung
dargestellt, ihre "Passivität" abzulegen und der seit über drei
Wochen vom IS angegriffene Stadt Kobanê gleich jenseits der türkischen Grenze
zu retten. Diese Darstellung ist nicht nur wegen der langen und andauernden Unterstützung
Ankaras für den IS absurd, sondern auch wegen der blutigen Repression der
türkischen Sicherheitskräfte im Verbund mit fundamentalistischen bewaffneten
Banden gegen eben diesen Aufstand. Eine wichtige Einschätzung der aktuellen
Lage und der imperialistischen Mordkonstellation hat heute das Kurdische
Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit in Frankfurt, Civaka Azad, veröffentlicht: Kampf
um Kobanê, Ausnahmezustand in der Türkei und Internationale Solidarität. Und
auch wichtig: Die beiden Autoren Errol Babacan und Murat Çakır
beleuchten in ihrem zuerst im Infobrief
Türkei veröffentlichten Beitrag Gründe für das Massakerdispositiv: die
antikapitalistische, antiethnizistische und antisexistische Ausrichtung des
Aufbaus einer gesellschaftlichen Autonomie in Kobanê und den beiden anderen Kantonen
in Nordsyrien unter Schutz der PYD/PKK.
Aus dem heutigen Info-Ticker von civaka-azad.org (12h20):
Karabulut: Das “tamilische Konzept” ist im Gange
Songül Karabulut, Sprecherin der außenpolitischen Kommission
des Kurdistan Nationalkongresses (KNK) erklärt gegenüber Civaka Azad, dass ein
weit aus größeres internationales Konzept hinter den Geschehnissen in Kobanê
steckt. „Ein ähnlicher Liquidationsplan wie der der tamilische
Befreiungsbewegung soll jetzt gegen die Kurdinnen und Kurden in Kobanê, und
später auch in den anderen Regionen vollzogen werden. Wie auch schon damals in
Sri Lanka, wo die singhalesische Regierung die tamilische Zivilbevölkerung
grausam massakriert hatten, schaut heute die Weltgemeinschaft der
Menschentragödie von Kobanê nur zu. Auch in Sri Lanka, sind dem Massaker
scheinbaren Verhandlungen vorhergegangen. (…) Die türkische AKP-Regierung hat
in den zwei Jahren der Verhandlungsphase mit dem PKK-Vorsitzenden Öcalan keine
wirklichen Schritte in Richtung Lösung getätigt. Konträr dazu wird mit
äußerster Gewalt gegen kurdische Demonstranten vorgegangen, bei denen es bist
jetzt zu mehr als ein Dutzend Toten kam Die Grenze zu Kobanê wird vom
türkischen Militär versperrt gehalten. Ausgangssperren werden in den kurdischen
Städten der Türkei erteilt.”
CA
INFOS ZU KURDISTAN
Sonntag, 5. Oktober 2014
Die US-Bombardierungen von Positionen des IS in Syrien konzentrieren
sich auf eine südliche Region mit dem Ergebnis, dass der IS seine Truppen nach
Norden verlagert –in den Kampf um die von kurdischen KämpferInnen verteidigte
Stadt Kobanê. Hier fliegt die "Anti"-IS-Allianz im Gegensatz zu den
Darstellungen in den meisten Medien keine relevanten Einsätze. Das NATO-Land
Türkei rüstet den IS weiter auf, damit dieser – real eine Söldnerarmee – die inspirierende
gesellschaftliche Revolution in den von PKK-liierten Kräften gehaltenen
Regionen zerstöre, um dann von einer türkisch-westlichen Intervention ersetzt
zu werden. Eine vergleichbare Entwicklung soll im Irak zum Zug kommen. Bisher
sind diese Pläne am tatsächlich heroischen Widerstand der VerteidigerInnen von
Kobanê (kurdische und arabische) gescheitert.
Gegen die enorme mediale Desinformation
http://civaka-azad.org
(deutsch) des kurdischen Informationszentrums in Frankfurt a. M.
http://en.firatajans.com
(englisch), kurdische Nachrichtenagentur
Aktuell:
Mexiko: Das Massaker in Iguala
(Update vom 4. Oktober am Schluss)
http://medicointernational.ch/projekte/mexiko/hintergruende/446
30/09/14
Im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero ist es am Abend des 26.
September zu äusserst brutalen Angriffen der Polizei auf Studenten der
pädagogischen Hochschule “Raúl Isidro Burgos” von Ayotzinapa gekommen,
bei denen gemäss ersten Untersuchungen auch lokale Mafiamitglieder
beteiligt waren.
Der
Auslöser der Polizeigewalt gegen die Internatsstudenten - die
Hochschule in Ayotzinapa ermöglicht mittellosen, meist indigenen
Bauernsöhnen die Erlernung des Lehrerberufs für die Grundschule - war
die Beschlagnahmung von drei Bussen durch die Studierenden, die mit
diesen nach Mexiko Stadt fahren wollten, um an der Gedenkdemonstration
des Studentenmassakers vom 2. Oktober 1968 teilzunehmen. Die lokale
Polizei von Iguala schoss ohne Vorwarnung auf einen der Busse, zwei
Aktivisten erlitten Kopfverletzungen, einer liegt seither im Koma.
Gemäss Augenzeugenberichten befanden sich bei diesem ersten Angriff auch
bundesstaatliche und föderale Polizeieinheiten vor Ort.
Aktualisierung 1.10.14: Fünf Studierende konnten unversehrt aufgefunden werden. Die Eltern von 38 Verschwundenen haben am Abend des 30.9. Vermisstenanzeigen eingereicht.
http://medicointernational.ch/projekte/mexiko/hintergruende/446
Mexiko: 43 Studenten nach Massaker gewaltsam verschwunden
30/09/14
Im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero ist es am Abend des 26.
September zu äusserst brutalen Angriffen der Polizei auf Studenten der
pädagogischen Hochschule “Raúl Isidro Burgos” von Ayotzinapa gekommen,
bei denen gemäss ersten Untersuchungen auch lokale Mafiamitglieder
beteiligt waren.
Die vorläufige Bilanz der insgesamt vier
Schiessereien im 120 km von Mexikos Hauptstadt entfernten Iguala ist
erschütternd: Zwei junge Studierende wurden erschossen, einer starb nach
brutaler Folter, zwei weitere wurden schwer verletzt und befinden sich
in Lebensgefahr. Drei Unbeteiligte kamen ebenfalls ums Leben, ein
Dutzend weitere Verletzte befinden sich in Spitalpflege. Und die
Studierenden vermissen auch vier Tage nach den Ereignissen 43 ihrer
Komilitonen. Die Studenten, NGOs und auch die Staatsanwaltschaft von
Guerrero befürchten,
dass diese zwar von der Polizei verhaftet, aber anschliessend in
Mafiahände übergeben wurden. "Die Hoffnung, die gewaltsam Verschwundenen
lebend und gesund zu finden, schwindet stündlich", meint Raymundo Díaz,
Arzt der medico-Partnerorganisation Kollektiv gegen Folter und
Straflosigkeit (CCTI), der Überlebende und Angehörige betreut.
Urgent Action zu den gravierenden Verletzungen der Menschenrechte in Iguala (englische Übersetzung) gleich online unterschreiben
Der
Auslöser der Polizeigewalt gegen die Internatsstudenten - die
Hochschule in Ayotzinapa ermöglicht mittellosen, meist indigenen
Bauernsöhnen die Erlernung des Lehrerberufs für die Grundschule - war
die Beschlagnahmung von drei Bussen durch die Studierenden, die mit
diesen nach Mexiko Stadt fahren wollten, um an der Gedenkdemonstration
des Studentenmassakers vom 2. Oktober 1968 teilzunehmen. Die lokale
Polizei von Iguala schoss ohne Vorwarnung auf einen der Busse, zwei
Aktivisten erlitten Kopfverletzungen, einer liegt seither im Koma.
Gemäss Augenzeugenberichten befanden sich bei diesem ersten Angriff auch
bundesstaatliche und föderale Polizeieinheiten vor Ort.
In den folgenden vier Stunden geschahen dann die
weiteren Angriffe, unter anderem durch ein ziviles Kommando auf eine
improvisierte Pressekonferenz um Mitternacht in den Strassen Igualas,
zwei Studierende kamen im Kugelhagel ums Leben. Am 27. September
übernahm das mexikanische Militär in Iguala das Ruder; 22 Polizisten
sind inzwischen in Haft und sollen gemäss der Staatsanwaltschaft
Guerreros zur Verantwortung gezogen werden.
Die Ereignisse von Iguala sieht Abel Barrera,
Direktor des Menschenrechtszentrums Tlachinollan, im politischen
Kontext von Guerrero, einem der ärmsten und gewalttätigsten
Bundesstaaten Mexikos: “Hier gibt es eine staatliche Politik der Morde
an Anführern der sozialen Bewegungen und der Kriminalisierung der
Proteste, um die soziale Unruhe im Zaum zu halten”.
In einem Pressebulletin beschreibt das CCTI die konkreten Auswirkungen
dieser Politik: “Die Gesellschaft Guerreros ist gelähmt, paralysiert
durch die Angst und den Terror, ausser einiger weniger Sektoren mit
langer Kampftradition, wie die Studenten und die Lehrer”. Das CCTI
erinnert auch an zahlreiche vorangegangene politische Morde, die
allesamt straffrei blieben. So wurden zwei Schüler von Ayotzinapa am 12.
Dezember 2011 in Chilpancigo bei einer Demonstration von Polizisten
getötet, doch die angeklagten Polizisten wurden freigesprochen. Im
Einsatz waren dabei gemäss Presseberichten auch deutsche Sturmgewehre von Heckler & Koch, was in Deutschland zu einem politischen Nachspiel führte.
Aktualisierung 1.10.14: Fünf Studierende konnten unversehrt aufgefunden werden. Die Eltern von 38 Verschwundenen haben am Abend des 30.9. Vermisstenanzeigen eingereicht.
Weitere Informationen zur Arbeit unserer Partnerorganisation CCTI Guerrero: Prävention von Folter und psychosoziale Begleitung
____
(per Mail erhalten:)
... zusammen mit den sechs Morden und dem hirntoten compa wären es möglicherweise
50 Morde... Gewalt gegen die Bewegung wie seit 1997 Acteal nicht mehr...
Gemäss dem Proceso-Journalisten Ezequiel Flores Contreras haben die
Behörden am Morgen des 4. 10. in einem Hügel ausserhalb von Iguala ein Massengrab
gefunden. Der Fund sei durch Behördenvertreter bestätigt, so der Proceso. Auf
das Grab sind die Behörden aufgrund von Angaben eines Verhafteten gestossen. Ob
es sich um die 43 seit einer Woche durch die Polizei von Iguala entführten und
verschwundenen Studenten der Hochschule von Ayotzinapa handelt, wird derzeit
abgeklärt.
Südmexiko-Newsletter September und Oktober 2014
www.chiapas.ch
Die Studentinnen der «Normalistas» hielten sich für eine Spendensammlung in der Stadt Iguala auf. Ihre Reisebusse wurden von der Polizei unter Beschuss genommen als sich die Studenten weigerten ihre Fahrt zu unterbrechen. Die Schiesserei dauerte rund vierzig Minuten. Um die zwanzig Personen wurden von der Polizei festgenommen. Bei einer Pressekonferenz der Studenten um Mitternacht, bei der sie über die Ereignisse informieren wollten, wurde erneut auf sie geschossen von bewaffneten Unbekannten, die sich in einem Pick-up näherten. Zwei der Studenten starben.
In derselben Nacht wurde in Iguala auch ein Autobus einer lokalen Fussballmannschaft angegriffen, der vermutlich fälschlicherweise für einen Bus der Studenten gehalten wurde. Dabei wurden drei Personen erschossen. Am Folgetag wurde die Leiche eines schwer gefolterten Studenten gefunden in der Nähe von wo die Pressekonferenz stattfand.
Petition (zurzeit nur auf Spanisch) zur Aufklärung des Verbrechens und zum Schutz der StudentInnen und der Verschwundenen unterschreiben: http://redtdt.org.mx/2014/09/ violaciones-de-dh-cometidas- en-contra-de-estudiantes-de- la-normal-rural-raul-isidro- burgos-en-iguala-guerrero/
Artikel in der taz: http://www.taz.de/1/archiv/ digitaz/artikel/?ressort=au& dig=2014%2F09%2F29%2Fa0048& cHash= bf157518f5bc3c9c0e96303fff25a5 85
Siehe Fotos in twitter und Artikel El Sur:
https://twitter.com/ ReporTorres
http://suracapulco.mx/ archivos/211348
Nicht zum ersten Mal
Bereits am 12. Dezember 2011 ereignete sich Ähnliches. Bei einer Autobahn-Blockade wurden drei Personen, darunter zwei protestierende Studenten der «Normalistas», aussergerichtlich hingerichtet. Weitere drei Studenten wurden von den Kugeln schwer verletzt und eine Person gefoltert. Dieser Vorfall verbleibt straffrei bis heute.
Hintergrundinfo: Iguala wird von der PRD regiert, dessen Bürgermeister hat die Entführung und Ermordung von Aktivisten im Jahr 2013 auf dem Gewissen:
http://www.lajornadaguerrero. com.mx/2013/11/26/index.php? section=politica&article= 003n1pol
Weiterlesen: https://amerika21.de/2014/09/ 107918/mord-menschenrechtler
Vertreter des Ejidos La Candelaria, das zum Bezirk San Cristobal gehört,
luden am 11. September zu einer Pressekonferenz im
Menschenrechtszentrum Frayba in San Cristobal ein. Sie betonten, dass
sie sich gegen das Projekt der Autobahn, die auch durch ihr Gebiet
führen würde, wehren, da es ihre Lebensgrundlage bildet, die damit
zerstört werden würde. Kurz vor Palenque, bei der Ausfahrt zum
Touristenort Agua Azul, blockierten Hunderte von Indigenen von San
Sebastian Bachajon die Strasse, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu
machen, und forderten die Freilassung von verschiedenen politischen
Gefangenen. Am 17. September gab es u.a. grosse Protestaktionen in
Chilon und in La Candelaria gegen das Megaprojekt.
Ende August trafen sich in diesem Zusammenhang 200 VertreterInnen von 2000 indigenen Gemeinden, um sich in ihrem Widerstand gegen die Autobahn, aber auch gegen andere geplante Megaprojekte auszutauschen und zu vernetzen.
Video La Candelaria: http://komanilel.org/2014/09/ 12/video-ejido-la-candelaria- no-a-la-autopista-san- cristobal-palenque/
Video: http://komanilel.org/2014/09/ 19/video-declaracion-en- contra-de-la-autopista-san- cristobal-palenque-en-donde- participaron-mas-de-2-mil- personas-de-los-municipios/
Auf Spanisch: http://www.jornada.unam.mx/ 2014/09/18/index.php?section= politica&article=014n1pol
Auf Deutsch, mit Infos zu Verschleppungen von 3 Personen: http://www.chiapas.eu/news. php?id=7729
Auf Deutsch: http://www.chiapas.eu/news. php?id=7724
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln. org.mx/2014/09/14/ pronunciamiento-del-cni-y-el- ezln-por-la-libertad-de-mario- luna-vocero-de-la-tribu-yaqui/
Es gibt zum Fall Mario Luna auch Urgent Actions:
spanisch: http://redtdt.org.mx/2014/09/ mario-luna-vocero-de-la-tribu- yaqui-detenido/
deutsch: http://gewerkschafterinnen. amnesty.at/index.php?page= mexiko/20140920.htm
Empörung über Verhaftung von Yaqui-Sprecher Luna – politische Motive vermutet
http://www.npla.de/de/poonal/ 4840
Auf Deutsch: http://www.chiapas.eu/news. php?id=7723
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln. org.mx/2014/08/12/ transcripcion-de-la- conferencia-de-prensa-del- ezln-con-medios-libres- autonomos-alternativos-o-como- se-llamen-del-10-de-agosto- del-2014-en-la-realidad- zapatista-chiapas-mexico/
Auf Englisch: http://urlz.fr/ED4, auf Französisch: http://urlz.fr/ED5, auf Spanisch: http://urlz.fr/ED8
Weiterlesen:
http://www.nzz.ch/newsticker/ mexiko-acht-soldaten-nach- mutmasslichem-massaker-in- mexiko-festgenommen-1.18391760 und
http://www.npla.de/de/poonal/ 4850-der-fall-tlatlaya- mexikanisches-militaer-soll- 21-personen-hingerichtet-haben
In Mexiko haben massive Umweltverschmutzungen durch den Bergbaukonzern
Grupo México erneut zu einer Debatte über die Branche geführt. Das
größte Bergbauunternehmen Mexikos und der drittgrößte Kupferproduzent
der Welt hatte kürzlich eine der größten akuten Umweltkatastrophen des
Landes verursacht. Jetzt soll er Strafe zahlen für die im Bundesstaat
Sonora verursachte Umweltkatastrophe.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2014/09/ 105459/grupo-mexico-siemens und http://www.jungewelt.de/ 2014/09-19/015.php
Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/ artikel/42/42704/1.html
In Chiapas im Hauptanbaugebiet des mexikanischen Kaffees ist etwa die
Hälfte der Pflanzen vom Rostpilz befallen. Auch Kaffeegebiete in
Veracruz und Oaxaca sowie in Mittelamerika und Kolumbien sind betroffen.
Weiterlesen: http://www.npla.de/poonal/ archiv/4837-poonal-nr-1111# 4838
4. Oktober 2014, 16 Uhr, Heiliggeistkirche Bern
Auftaktdemo zur Kampagne gegen Rassismus und Nationalismus
www.buendnis-gegen-rechts.ch
9. Oktober 2014, 20 Uhr, im AKuT Thun, Seestrasse 20
Infoveranstaltung der Gruppe Direkte Solidarität mit Chiapas zur zapatistischen Bewegung 1994-2014
www.akut.ch
12. Oktober 2014, 15 Uhr RAF (Kochareal), Flüelastr. 54
No Border, no Nation, Stop Deportation
GUERRERO & OAXACA
Urgent Action: Studenten in Guerrero ermordet und entführt
Am vergangenen Freitag, dem 26. September 2014, verloren in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero in mindestens vier aufeinander folgenden und miteinander verknüpften Ereignissen sechs Personen ihr Leben, darunter drei Studenten der Landlehrerschule «normal Rural Raúl Isidro Burgos». 20 Personen erlitten Verletzungen und 55 Personen gelten als verschleppt; ihr Aufenthaltsort ist unbekannt.Die Studentinnen der «Normalistas» hielten sich für eine Spendensammlung in der Stadt Iguala auf. Ihre Reisebusse wurden von der Polizei unter Beschuss genommen als sich die Studenten weigerten ihre Fahrt zu unterbrechen. Die Schiesserei dauerte rund vierzig Minuten. Um die zwanzig Personen wurden von der Polizei festgenommen. Bei einer Pressekonferenz der Studenten um Mitternacht, bei der sie über die Ereignisse informieren wollten, wurde erneut auf sie geschossen von bewaffneten Unbekannten, die sich in einem Pick-up näherten. Zwei der Studenten starben.
In derselben Nacht wurde in Iguala auch ein Autobus einer lokalen Fussballmannschaft angegriffen, der vermutlich fälschlicherweise für einen Bus der Studenten gehalten wurde. Dabei wurden drei Personen erschossen. Am Folgetag wurde die Leiche eines schwer gefolterten Studenten gefunden in der Nähe von wo die Pressekonferenz stattfand.
Petition (zurzeit nur auf Spanisch) zur Aufklärung des Verbrechens und zum Schutz der StudentInnen und der Verschwundenen unterschreiben: http://redtdt.org.mx/2014/09/
Artikel in der taz: http://www.taz.de/1/archiv/
Siehe Fotos in twitter und Artikel El Sur:
https://twitter.com/
http://suracapulco.mx/
Nicht zum ersten Mal
Bereits am 12. Dezember 2011 ereignete sich Ähnliches. Bei einer Autobahn-Blockade wurden drei Personen, darunter zwei protestierende Studenten der «Normalistas», aussergerichtlich hingerichtet. Weitere drei Studenten wurden von den Kugeln schwer verletzt und eine Person gefoltert. Dieser Vorfall verbleibt straffrei bis heute.
Hintergrundinfo: Iguala wird von der PRD regiert, dessen Bürgermeister hat die Entführung und Ermordung von Aktivisten im Jahr 2013 auf dem Gewissen:
http://www.lajornadaguerrero.
Zapotekischer Menschenrechtsaktivist ermordet
Die Menschenrechtsorganisation OIDHO teilt mit, dass Mitte September einer ihrer Aktivisten, Jaime López Hernandez, erschossen wurde. Das Verbrechen reiht sich ein in eine Serie von zehn Morden im kleinen Dorf San Andrés Lovene in der Sierra Sur. Diese abgelegene Bergregion nutzen Mafiamitglieder für den Anbau von Opium und Marihuana.Weiterlesen: https://amerika21.de/2014/09/
CHIAPAS
Weitere Prostestaktionen gegen das Megaprojekt der Autobahn San Cristobal – Palenque
Vertreter des Ejidos La Candelaria, das zum Bezirk San Cristobal gehört,
luden am 11. September zu einer Pressekonferenz im
Menschenrechtszentrum Frayba in San Cristobal ein. Sie betonten, dass
sie sich gegen das Projekt der Autobahn, die auch durch ihr Gebiet
führen würde, wehren, da es ihre Lebensgrundlage bildet, die damit
zerstört werden würde. Kurz vor Palenque, bei der Ausfahrt zum
Touristenort Agua Azul, blockierten Hunderte von Indigenen von San
Sebastian Bachajon die Strasse, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu
machen, und forderten die Freilassung von verschiedenen politischen
Gefangenen. Am 17. September gab es u.a. grosse Protestaktionen in
Chilon und in La Candelaria gegen das Megaprojekt.Ende August trafen sich in diesem Zusammenhang 200 VertreterInnen von 2000 indigenen Gemeinden, um sich in ihrem Widerstand gegen die Autobahn, aber auch gegen andere geplante Megaprojekte auszutauschen und zu vernetzen.
Video La Candelaria: http://komanilel.org/2014/09/
Video: http://komanilel.org/2014/09/
Auf Spanisch: http://www.jornada.unam.mx/
Auf Deutsch, mit Infos zu Verschleppungen von 3 Personen: http://www.chiapas.eu/news.
CNI und EZLN fordern Freilassung von Mario Luna, Sprecher der Yaqui
Auch der Nationale Indigene Kongress (CNI) und die EZLN verlangen, dass Mario Luna, Sprecher der Yaqui im Norden von Mexiko, freigelassen wird. Er wurde am 11. September unter falschen Anschuldigungen verhaftet – ein übliches Vorgehen, um soziale Bewegungen zu kriminalisieren. Die Yaquis kämpfen gegen das Äquadukt Independencia, das ihnen das Wasser wegnehmen wird, um die Industrien von Sonora am Laufen zu halten.Auf Deutsch: http://www.chiapas.eu/news.
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.
Es gibt zum Fall Mario Luna auch Urgent Actions:
spanisch: http://redtdt.org.mx/2014/09/
deutsch: http://gewerkschafterinnen.
Empörung über Verhaftung von Yaqui-Sprecher Luna – politische Motive vermutet
http://www.npla.de/de/poonal/
Pressekonferenz vom 10. August: Worte vom SupGaleano
Abschrift der Pressekonferenz der EZLN mit den freien, autonomen, alternativen oder wie sie auch heißen mögen Medien am 10. August 2014 im zapatistischen La Realidad, Chiapas, Mexiko.Auf Deutsch: http://www.chiapas.eu/news.
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.
BoCa En BoCa: Unabhängige Zeitschrift aus Chiapas
BoCa En BoCa ist eine unabhängige Zeitschrift aus Chiapas, die darüber berichtet, was in den organisierten Gemeinden von Chiapas passiert. Sei es als Zusammenfassung oder in Fragmenten ihrer Comuniqués, geht es darum, die Solidarität zu stärken, indem ihre Worte an eine breitere Öffentlichkeit kommen.Auf Englisch: http://urlz.fr/ED4, auf Französisch: http://urlz.fr/ED5, auf Spanisch: http://urlz.fr/ED8
MEXIKO
Massenhinrichtung durch mexikanische Armee
Ein Militäroffizier und sieben weitere Soldaten sind im Rahmen der Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Massenmord an 22 Menschen im Estado de México festgenommen worden. Das mexikanische Verteidigungsministerium erklärte letzten Donnerstagabend, die Truppen seien in den Vorfall von Ende Juni verwickelt gewesen. Die Zeitung «La Jornada» veröffentlichte am Freitag mehrere Fotos vom Tatort. An einer Mauer sind zahlreiche Blutspuren und Einschuss-löcher zu sehen, so als seien die Opfer - mutmassliche Bandenmitglieder - an die Wand gestellt und erschossen worden.Weiterlesen:
http://www.nzz.ch/newsticker/
http://www.npla.de/de/poonal/
Skandal um Siemens-Geschäftspartner in Mexiko
In Mexiko haben massive Umweltverschmutzungen durch den Bergbaukonzern
Grupo México erneut zu einer Debatte über die Branche geführt. Das
größte Bergbauunternehmen Mexikos und der drittgrößte Kupferproduzent
der Welt hatte kürzlich eine der größten akuten Umweltkatastrophen des
Landes verursacht. Jetzt soll er Strafe zahlen für die im Bundesstaat
Sonora verursachte Umweltkatastrophe.Weiterlesen: https://amerika21.de/2014/09/
Mexiko: Folter ausser Kontrolle
Folter und andere Grausamkeiten sind an der Tagesordnung, wenn die Sicherheitskräfte in Mexiko ihrer Arbeit nachgehen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Sonderbericht von Amnesty International. "Diese Praktiken werden von anderen juristischen Institutionen toleriert oder ignoriert", heißt es darin. Das Ergebnis ist eine allgemeine Straflosigkeit für Gesetzesbrecher in Uniform.Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/
Kaffeekrise in Mexiko
In Chiapas im Hauptanbaugebiet des mexikanischen Kaffees ist etwa die
Hälfte der Pflanzen vom Rostpilz befallen. Auch Kaffeegebiete in
Veracruz und Oaxaca sowie in Mittelamerika und Kolumbien sind betroffen.Weiterlesen: http://www.npla.de/poonal/
HINWEISE
4. Oktober 2014, 16 Uhr, Heiliggeistkirche Bern
Auftaktdemo zur Kampagne gegen Rassismus und Nationalismus
www.buendnis-gegen-rechts.ch
9. Oktober 2014, 20 Uhr, im AKuT Thun, Seestrasse 20
Infoveranstaltung der Gruppe Direkte Solidarität mit Chiapas zur zapatistischen Bewegung 1994-2014
www.akut.ch
12. Oktober 2014, 15 Uhr RAF (Kochareal), Flüelastr. 54
No Border, no Nation, Stop Deportation
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