Zum 12. Oktober, Jahrestag der Conquista

Samstag, 11. Oktober 2014

Vor 522 Jahren haben die Urvölker von Abya Yala den Völkermord entdeckt.

Grossmütter der Plaza de Mayo solidarisieren sich mit Kobanê

Freitag, 10. Oktober 2014


http://civaka-azad.org/belagerung-von-kobane-wird-begleitet-vom-staatsterror-der-tuerkei-newsticker/

Auch in Lateinamerika gibt es Solidaritätskundgebungen mit Kobanê. Die “Großmütter der Plaza de Mayo” (Abuelas de Plaza de Mayo) haben ihre wöchentliche Aktion in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires dem Kampf in Kobanê gewidmet. Neben den Mitgliedern der Initiative waren auch Vertreter des Kurdistan-Solidaritätkomitees anwesend. Bei der einstündigen Aktion wurden Plakate mit Slogans wie “Wir stehen neben der Bevölkerung Kobanês, die gegen den IS, den Imperialismus, die NATO und die Türkei kämpft” getragen.
ANF

Kobanê, der kurdische Aufstand in der Türkei und das transnationale Kalkül



(9.10.14) Die Rebellionen in Kurdistan/Türkei werden von den vielen Medien wider besseres Wissen als Appell an die türkische Regierung dargestellt, ihre "Passivität" abzulegen und der seit über drei Wochen vom IS angegriffene Stadt Kobanê gleich jenseits der türkischen Grenze zu retten. Diese Darstellung ist nicht nur wegen der langen und andauernden Unterstützung Ankaras für den IS absurd, sondern auch wegen der blutigen Repression der türkischen Sicherheitskräfte im Verbund mit fundamentalistischen bewaffneten Banden gegen eben diesen Aufstand. Eine wichtige Einschätzung der aktuellen Lage und der imperialistischen Mordkonstellation hat heute das Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit in Frankfurt, Civaka Azad, veröffentlicht: Kampf um Kobanê, Ausnahmezustand in der Türkei und Internationale Solidarität. Und auch wichtig: Die beiden Autoren Errol Babacan und Murat Çakır beleuchten in ihrem zuerst im Infobrief Türkei veröffentlichten Beitrag Gründe für das Massakerdispositiv: die antikapitalistische, antiethnizistische und antisexistische Ausrichtung des Aufbaus einer gesellschaftlichen Autonomie in Kobanê und den beiden anderen Kantonen in Nordsyrien unter Schutz der PYD/PKK.

Aus dem heutigen Info-Ticker von civaka-azad.org  (12h20):
Karabulut: Das “tamilische Konzept” ist im Gange  
Songül Karabulut, Sprecherin der außenpolitischen Kommission des Kurdistan Nationalkongresses (KNK) erklärt gegenüber Civaka Azad, dass ein weit aus größeres internationales Konzept hinter den Geschehnissen in Kobanê steckt. „Ein ähnlicher Liquidationsplan wie der der tamilische Befreiungsbewegung soll jetzt gegen die Kurdinnen und Kurden in Kobanê, und später auch in den anderen Regionen vollzogen werden. Wie auch schon damals in Sri Lanka, wo die singhalesische Regierung die tamilische Zivilbevölkerung grausam massakriert hatten, schaut heute die Weltgemeinschaft der Menschentragödie von Kobanê nur zu. Auch in Sri Lanka, sind dem Massaker scheinbaren Verhandlungen vorhergegangen. (…) Die türkische AKP-Regierung hat in den zwei Jahren der Verhandlungsphase mit dem PKK-Vorsitzenden Öcalan keine wirklichen Schritte in Richtung Lösung getätigt. Konträr dazu wird mit äußerster Gewalt gegen kurdische Demonstranten vorgegangen, bei denen es bist jetzt zu mehr als ein Dutzend Toten kam  Die Grenze zu Kobanê wird vom türkischen Militär versperrt gehalten. Ausgangssperren werden in den kurdischen Städten der Türkei erteilt.”
CA

INFOS ZU KURDISTAN

Sonntag, 5. Oktober 2014




Die US-Bombardierungen von Positionen des IS in Syrien konzentrieren sich auf eine südliche Region mit dem Ergebnis, dass der IS seine Truppen nach Norden verlagert –in den Kampf um die von kurdischen KämpferInnen verteidigte Stadt Kobanê. Hier fliegt die "Anti"-IS-Allianz im Gegensatz zu den Darstellungen in den meisten Medien keine relevanten Einsätze. Das NATO-Land Türkei rüstet den IS weiter auf, damit dieser – real eine Söldnerarmee – die inspirierende gesellschaftliche Revolution in den von PKK-liierten Kräften gehaltenen Regionen zerstöre, um dann von einer türkisch-westlichen Intervention ersetzt zu werden. Eine vergleichbare Entwicklung soll im Irak zum Zug kommen. Bisher sind diese Pläne am tatsächlich heroischen Widerstand der VerteidigerInnen von Kobanê (kurdische und arabische) gescheitert.
Gegen die enorme mediale Desinformation
http://civaka-azad.org (deutsch) des kurdischen Informationszentrums in Frankfurt a. M.
http://en.firatajans.com (englisch), kurdische Nachrichtenagentur

Aktuell:

Mexiko: Das Massaker in Iguala

(Update vom 4. Oktober am Schluss)

http://medicointernational.ch/projekte/mexiko/hintergruende/446
http://desinformemonos.org/wp-content/uploads/2014/09/ayotzi-llanto-391x260.jpg30/09/14 Im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero ist es am Abend des 26. September zu äusserst brutalen Angriffen der Polizei auf Studenten der pädagogischen Hochschule “Raúl Isidro Burgos” von Ayotzinapa gekommen, bei denen gemäss ersten Untersuchungen auch lokale Mafiamitglieder beteiligt waren. 
Die vorläufige Bilanz der insgesamt vier Schiessereien im 120 km von Mexikos Hauptstadt entfernten Iguala ist erschütternd: Zwei junge Studierende wurden erschossen, einer starb nach brutaler Folter, zwei weitere wurden schwer verletzt und befinden sich in Lebensgefahr. Drei Unbeteiligte kamen ebenfalls ums Leben, ein Dutzend weitere Verletzte befinden sich in Spitalpflege. Und die Studierenden vermissen auch vier Tage nach den Ereignissen 43 ihrer Komilitonen. Die Studenten, NGOs und auch die Staatsanwaltschaft von Guerrero befürchten, dass diese zwar von der Polizei verhaftet, aber  anschliessend in Mafiahände übergeben wurden. "Die Hoffnung, die gewaltsam Verschwundenen lebend und gesund zu finden, schwindet stündlich", meint Raymundo Díaz, Arzt der medico-Partnerorganisation Kollektiv gegen Folter und Straflosigkeit (CCTI), der Überlebende und Angehörige betreut.
Urgent Action zu den gravierenden Verletzungen der Menschenrechte in Iguala (englische Übersetzung) gleich online unterschreiben
https://pbs.twimg.com/media/Byzg1i5CMAAWguk.jpg:largeDer Auslöser der Polizeigewalt gegen die Internatsstudenten - die Hochschule in Ayotzinapa ermöglicht mittellosen, meist indigenen Bauernsöhnen die Erlernung des Lehrerberufs für die Grundschule - war die Beschlagnahmung von drei Bussen durch die Studierenden, die mit diesen nach Mexiko Stadt fahren wollten, um an der Gedenkdemonstration des Studentenmassakers vom 2. Oktober 1968 teilzunehmen. Die lokale Polizei von Iguala schoss ohne Vorwarnung auf einen der Busse, zwei Aktivisten erlitten Kopfverletzungen, einer liegt seither im Koma. Gemäss Augenzeugenberichten befanden sich bei diesem ersten Angriff auch bundesstaatliche und föderale Polizeieinheiten vor Ort.
In den folgenden vier Stunden geschahen dann die weiteren Angriffe, unter anderem durch ein ziviles Kommando auf eine improvisierte Pressekonferenz um Mitternacht in den Strassen Igualas, zwei Studierende kamen im Kugelhagel ums Leben. Am 27. September übernahm das mexikanische Militär in Iguala das Ruder; 22 Polizisten sind inzwischen in Haft und sollen gemäss der Staatsanwaltschaft Guerreros zur Verantwortung gezogen werden.
Die Ereignisse von Iguala sieht Abel Barrera, Direktor des Menschenrechtszentrums Tlachinollan, im politischen Kontext von Guerrero, einem der ärmsten und gewalttätigsten Bundesstaaten Mexikos: “Hier gibt es eine staatliche Politik der Morde an Anführern der sozialen Bewegungen und der Kriminalisierung der Proteste, um die soziale Unruhe im Zaum zu halten”.
In einem Pressebulletin beschreibt das CCTI die konkreten Auswirkungen dieser Politik: “Die Gesellschaft Guerreros ist gelähmt, paralysiert durch die Angst und den Terror, ausser einiger weniger Sektoren mit langer Kampftradition, wie die Studenten und die Lehrer”. Das CCTI erinnert auch an zahlreiche vorangegangene politische Morde, die allesamt straffrei blieben. So wurden zwei Schüler von Ayotzinapa am 12. Dezember 2011 in Chilpancigo bei einer Demonstration von Polizisten getötet, doch die angeklagten Polizisten wurden freigesprochen. Im Einsatz waren dabei gemäss Presseberichten auch deutsche Sturmgewehre von Heckler & Koch, was in Deutschland zu einem politischen Nachspiel führte.

Aktualisierung 1.10.14: Fünf Studierende konnten unversehrt aufgefunden werden. Die Eltern von 38 Verschwundenen haben am Abend des 30.9. Vermisstenanzeigen eingereicht.

Weitere Informationen zur Arbeit unserer Partnerorganisation CCTI Guerrero: Prävention von Folter und psychosoziale Begleitung

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(per Mail erhalten:)
... zusammen mit den sechs Morden und dem hirntoten compa wären es möglicherweise 50 Morde... Gewalt gegen die Bewegung wie seit 1997 Acteal nicht mehr...

Gemäss dem Proceso-Journalisten Ezequiel Flores Contreras haben die Behörden am Morgen des 4. 10. in einem Hügel ausserhalb von Iguala ein Massengrab gefunden. Der Fund sei durch Behördenvertreter bestätigt, so der Proceso. Auf das Grab sind die Behörden aufgrund von Angaben eines Verhafteten gestossen. Ob es sich um die 43 seit einer Woche durch die Polizei von Iguala entführten und verschwundenen Studenten der Hochschule von Ayotzinapa handelt, wird derzeit abgeklärt.



Südmexiko-Newsletter September und Oktober 2014

www.chiapas.ch

GUERRERO & OAXACA

Urgent Action: Studenten in Guerrero ermordet und entführt

Am vergangenen Freitag, dem 26. September 2014, verloren in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero in mindestens vier aufeinander folgenden und miteinander verknüpften Ereignissen sechs Personen ihr Leben, darunter drei Studenten der Landlehrerschule «normal Rural Raúl Isidro Burgos». 20 Personen erlitten Verletzungen und 55 Personen gelten als verschleppt; ihr Aufenthaltsort ist unbekannt.
Die Studentinnen der «Normalistas» hielten sich für eine Spendensammlung in der Stadt Iguala auf. Ihre Reisebusse wurden von der Polizei unter Beschuss genommen als sich die Studenten weigerten ihre Fahrt zu unterbrechen. Die Schiesserei dauerte rund vierzig Minuten. Um die zwanzig Personen wurden von der Polizei festgenommen. Bei einer Pressekonferenz der Studenten um Mitternacht, bei der sie über die Ereignisse informieren wollten, wurde erneut auf sie geschossen von bewaffneten Unbekannten, die sich in einem Pick-up näherten. Zwei der Studenten starben.
In derselben Nacht wurde in Iguala auch ein Autobus einer lokalen Fussballmannschaft angegriffen, der vermutlich fälschlicherweise für einen Bus der Studenten gehalten wurde. Dabei wurden drei Personen erschossen. Am Folgetag wurde die Leiche eines schwer gefolterten Studenten gefunden in der Nähe von wo die Pressekonferenz stattfand.

Petition (zurzeit nur auf Spanisch) zur Aufklärung des Verbrechens und zum Schutz der StudentInnen und der Verschwundenen unterschreiben: http://redtdt.org.mx/2014/09/violaciones-de-dh-cometidas-en-contra-de-estudiantes-de-la-normal-rural-raul-isidro-burgos-en-iguala-guerrero/

Artikel in der taz: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=au&dig=2014%2F09%2F29%2Fa0048&cHash=bf157518f5bc3c9c0e96303fff25a585

Siehe Fotos in twitter und Artikel El Sur:
https://twitter.com/ReporTorres
http://suracapulco.mx/archivos/211348

Nicht zum ersten Mal
Bereits am 12. Dezember 2011 ereignete sich Ähnliches. Bei einer Autobahn-Blockade wurden drei Personen, darunter zwei protestierende Studenten der «Normalistas», aussergerichtlich hingerichtet. Weitere drei Studenten wurden von den Kugeln schwer verletzt und eine Person gefoltert. Dieser Vorfall verbleibt straffrei bis heute.

Hintergrundinfo: Iguala wird von der PRD regiert, dessen Bürgermeister hat die Entführung und Ermordung von Aktivisten im Jahr 2013 auf dem Gewissen:
http://www.lajornadaguerrero.com.mx/2013/11/26/index.php?section=politica&article=003n1pol

Zapotekischer Menschenrechtsaktivist ermordet

Die Menschenrechtsorganisation OIDHO teilt mit, dass Mitte September einer ihrer Aktivisten, Jaime López Hernandez, erschossen wurde. Das Verbrechen reiht sich ein in eine Serie von zehn Morden im kleinen Dorf San Andrés Lovene in der Sierra Sur. Diese abgelegene Bergregion nutzen Mafiamitglieder für den Anbau von Opium und Marihuana.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2014/09/107918/mord-menschenrechtler


CHIAPAS


Weitere Prostestaktionen gegen das Megaprojekt der Autobahn San Cristobal – Palenque

Vertreter des Ejidos La Candelaria, das zum Bezirk San Cristobal gehört, luden am 11. September zu einer Pressekonferenz im Menschenrechtszentrum Frayba in San Cristobal ein. Sie betonten, dass sie sich gegen das Projekt der Autobahn, die auch durch ihr Gebiet führen würde, wehren, da es ihre Lebensgrundlage bildet, die damit zerstört werden würde. Kurz vor Palenque, bei der Ausfahrt zum Touristenort Agua Azul, blockierten Hunderte von Indigenen von San Sebastian Bachajon die Strasse, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen, und forderten die Freilassung von verschiedenen politischen Gefangenen. Am 17. September gab es u.a. grosse Protestaktionen in Chilon und in La Candelaria gegen das Megaprojekt.
Ende August trafen sich in diesem Zusammenhang 200 VertreterInnen von 2000 indigenen Gemeinden, um sich in ihrem Widerstand gegen die Autobahn, aber auch gegen andere geplante Megaprojekte auszutauschen und zu vernetzen.
Video La Candelaria: http://komanilel.org/2014/09/12/video-ejido-la-candelaria-no-a-la-autopista-san-cristobal-palenque/

Video: http://komanilel.org/2014/09/19/video-declaracion-en-contra-de-la-autopista-san-cristobal-palenque-en-donde-participaron-mas-de-2-mil-personas-de-los-municipios/
Auf Spanisch: http://www.jornada.unam.mx/2014/09/18/index.php?section=politica&article=014n1pol
Auf Deutsch, mit Infos zu Verschleppungen von 3 Personen: http://www.chiapas.eu/news.php?id=7729

CNI und EZLN fordern Freilassung von Mario Luna, Sprecher der Yaqui

Auch der Nationale Indigene Kongress (CNI) und die EZLN verlangen, dass Mario Luna, Sprecher der Yaqui im Norden von Mexiko, freigelassen wird. Er wurde am 11. September unter falschen Anschuldigungen verhaftet – ein übliches Vorgehen, um soziale Bewegungen zu kriminalisieren. Die Yaquis kämpfen gegen das Äquadukt Independencia, das ihnen das Wasser wegnehmen wird, um die Industrien von Sonora am Laufen zu halten.
Auf Deutsch: http://www.chiapas.eu/news.php?id=7724
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2014/09/14/pronunciamiento-del-cni-y-el-ezln-por-la-libertad-de-mario-luna-vocero-de-la-tribu-yaqui/

Es gibt zum Fall Mario Luna auch Urgent Actions:
spanisch: http://redtdt.org.mx/2014/09/mario-luna-vocero-de-la-tribu-yaqui-detenido/
deutsch: http://gewerkschafterinnen.amnesty.at/index.php?page=mexiko/20140920.htm

Empörung über Verhaftung von Yaqui-Sprecher Luna – politische Motive vermutet
http://www.npla.de/de/poonal/4840

Pressekonferenz vom 10. August: Worte vom SupGaleano

Abschrift der Pressekonferenz der EZLN mit den freien, autonomen, alternativen oder wie sie auch heißen mögen Medien am 10. August 2014 im zapatistischen La Realidad, Chiapas, Mexiko.
Auf Deutsch: http://www.chiapas.eu/news.php?id=7723
Auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2014/08/12/transcripcion-de-la-conferencia-de-prensa-del-ezln-con-medios-libres-autonomos-alternativos-o-como-se-llamen-del-10-de-agosto-del-2014-en-la-realidad-zapatista-chiapas-mexico/

BoCa En BoCa: Unabhängige Zeitschrift aus Chiapas

BoCa En BoCa ist eine unabhängige Zeitschrift aus Chiapas, die darüber berichtet, was in den organisierten Gemeinden von Chiapas passiert. Sei es als Zusammenfassung oder in Fragmenten ihrer Comuniqués, geht es darum, die Solidarität zu stärken, indem ihre Worte an eine breitere Öffentlichkeit kommen.
Auf Englisch: http://urlz.fr/ED4, auf Französisch: http://urlz.fr/ED5, auf Spanisch: http://urlz.fr/ED8



MEXIKO


Massenhinrichtung durch mexikanische Armee

Ein Militäroffizier und sieben weitere Soldaten sind im Rahmen der Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Massenmord an 22 Menschen im Estado de México festgenommen worden. Das mexikanische Verteidigungsministerium erklärte letzten Donnerstagabend, die Truppen seien in den Vorfall von Ende Juni verwickelt gewesen. Die Zeitung «La Jornada» veröffentlichte am Freitag mehrere Fotos vom Tatort. An einer Mauer sind zahlreiche Blutspuren und Einschuss-löcher zu sehen, so als seien die Opfer - mutmassliche Bandenmitglieder - an die Wand gestellt und erschossen worden.
Weiterlesen:
http://www.nzz.ch/newsticker/mexiko-acht-soldaten-nach-mutmasslichem-massaker-in-mexiko-festgenommen-1.18391760 und
http://www.npla.de/de/poonal/4850-der-fall-tlatlaya-mexikanisches-militaer-soll-21-personen-hingerichtet-haben


Skandal um Siemens-Geschäftspartner in Mexiko

In Mexiko haben massive Umweltverschmutzungen durch den Bergbaukonzern Grupo México erneut zu einer Debatte über die Branche geführt. Das größte Bergbauunternehmen Mexikos und der drittgrößte Kupferproduzent der Welt hatte kürzlich eine der größten akuten Umweltkatastrophen des Landes verursacht. Jetzt soll er Strafe zahlen für die im Bundesstaat Sonora verursachte Umweltkatastrophe.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2014/09/105459/grupo-mexico-siemens und http://www.jungewelt.de/2014/09-19/015.php

Mexiko: Folter ausser Kontrolle

Folter und andere Grausamkeiten sind an der Tagesordnung, wenn die Sicherheitskräfte in Mexiko ihrer Arbeit nachgehen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Sonderbericht von Amnesty International. "Diese Praktiken werden von anderen juristischen Institutionen toleriert oder ignoriert", heißt es darin. Das Ergebnis ist eine allgemeine Straflosigkeit für Gesetzesbrecher in Uniform.
Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42704/1.html


Kaffeekrise in Mexiko

In Chiapas im Hauptanbaugebiet des mexikanischen Kaffees ist etwa die Hälfte der Pflanzen vom Rostpilz befallen. Auch Kaffeegebiete in Veracruz und Oaxaca sowie in Mittelamerika und Kolumbien sind betroffen.
Weiterlesen: http://www.npla.de/poonal/archiv/4837-poonal-nr-1111#4838

HINWEISE


4. Oktober 2014, 16 Uhr, Heiliggeistkirche Bern
Auftaktdemo zur Kampagne gegen Rassismus und Nationalismus
www.buendnis-gegen-rechts.ch

9. Oktober 2014, 20 Uhr, im AKuT Thun, Seestrasse 20
Infoveranstaltung der Gruppe Direkte Solidarität mit Chiapas zur zapatistischen Bewegung 1994-2014
www.akut.ch

12. Oktober 2014, 15 Uhr RAF (Kochareal), Flüelastr. 54
No Border, no Nation, Stop Deportation