(zas, 16.11.13) Die "grossen" Worte wie Revolution oder auch nur
Veränderung stimmen nur, wenn sie von den Leuten angeeignet werden. Für El
Salvador wäre es spannend mitzuvollziehen, wie sich Bewusstsein und Leben in den
Unterklassen verändern – wie sich etwa die Leute auf dem Land langsam von eingebläuten
konservativen Denkmustern befreien ("der FMLN will alle Kirchen verbrennen
und die Kinder in Kuba gehirnwaschen lassen"). Wie sich die Wut auf die
unablässige Kette von Korruptionsfällen der Rechten, die jetzt etwas
aufgearbeitet werden, zur Angst vor der Strassenkriminalität verhält – die
erste tendiert zur Revolte, die zweite zum Duckmäusertum und Verlangen nach
einer diktatorischen Hand. Wir hören, dass es da wichtige Dynamiken gibt, dass
sich etwas auf der Tiefenebene tut. Ausdruck davon die enorme Beteiligung der
Leute an der FMLN-Wahlkampagne, offenbar auch von Vielen, die bisher der
Hetzkampagne gegen die ehemalige Guerilla aufgesessen sind. Und es scheint Hinweise darauf zu geben, dass
jene Segmente der urbanen Mittelschichten, die bei den Parlaments- und
Gemeindewahlen im März 2012 aus Protest gegen mangelnde Unterstützung für ihre
Bedürfnisse den Urnen fern geblieben sind und damit einen Wahlsieg der früher
regierenden Rechtspartei ARENA in den Gemeinden ermöglicht haben, bei den
Präsidentschaftswahlen nächsten Februar wieder wählen gehen werden. Aus zwei
Gründen: Sie sind es, die hauptsächlich von Reformen wie beim
Medikamentengesetz (die Armen sind eh auf das öffentliche System angewiesen)
oder der Reduktion der Wucherzinse bei Kreditkarten profitieren. Und sie
scheinen zu erkennen, dass der Möglichkeit einer Rückkehr zu alten Zuständen
vorgebeugt werden muss.
Allein, damit eine solche Beschreibung nicht zur beliebigen Propaganda
gerät, ist es nötig, dort zu sein, Teil des Veränderungsprozesses. Von hier aus
können wir nur gewisse Elemente beschrieben werden, ohne dem Vibrieren von
unten (oder seinem Ausbleiben) wirklich gerecht zu werden. Wir könnten die
beeindruckenden Erfolge der Reformen in den viereinhalb Jahren Allianzregierung
FMLN mit der Gruppe um Präsident Funes beschreiben – die grossen Fortschritte
hin zur Ernährungssouveränität, die weit über das
"Assistenzialistische" hinausgehenden Reformen im Erziehungswesen,
die vielen Massnahmen, die den Menschen aus der Armutsbevölkerung das Leben
erleichtern. Doch wir konzentrieren uns heute auf einige Machenschaften der
Gegenseite, auf Elemente der Gefährdung des Prozesses. Auch das ist nötig. Wir
sollten einfach nicht vergessen, dass die beschriebenen rechten Manöver
Versuche sind, eine zerstörerische Antwort auf eine sehr positive Entwicklung
zu geben.
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| Erfolgversprechende Wahlkampagne des FMLN. Hier sein Kandidat Salvador Sánchez Cerén in einem Volksquartier in der San Salvador. |
Die Mara-Karte
Die Spannung in El Salvador steigt, zweieinhalb Monate vor den Präsidentschaftswahlen,
deren Ausgang darüber entscheiden wird, ob der FMLN die gesellschaftlichen Reformen
weiterführen und vertiefen kann oder ob sie zurückgedreht werden. Die meisten
Umfragen lassen einen Sieg des FMLN erkennen, doch gesichert ist der noch lange
nicht. Bis zum Wahltermin kann noch Vieles passieren; so gab Justizminister
Perdomo gerade bekannt, dass die tägliche Mordrate im Laufe des Novembers auf
11 -12 angestiegen sei. Der sogenannte Waffenstillstand zwischen den grössten
maras,
bei dem tatsächlich vieles im Dunkeln liegt, der jedoch eindeutig von der
Organisation der Amerikanischen Staaten, also den USA, gefördert wird, hat,
unabhängig von kritischen Fragen, zweifellos einen enormen Fortschritt
gebracht: Die Mordrate konnte lange auf die Hälfte der zuvor 12-14 Morde pro
Tag reduziert werden. Im Vorfeld der Wahlen war verschiedentlich die
Befürchtung laut geworden, dass die führende Rechtspartei ARENA angesichts
ihrer kriselnden Situation versucht sein könnte, ihren Einfluss auf Teile der
maras
für den Bruch des Stillhalteabkommens einzusetzen. Für eine eskalierende Gewaltwelle,
um
law and order-Instinkte einer verängstigten Bevölkerung anzustackeln,
das bisher bestimmende Motiv der Sozial- und Wirtschaftsreformen zu verdrängen
und gleichzeitig die nicht abbrechende Kette von Korruptionsskandalen von ARENA
in Vergessenheit geraten zu lassen.
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| Auf der Fahrt zur Schule in San Salvador. |
So wird Wahlkampf in El Salvador geführt.
Und so hilft die Verfassungskammer des Obersten Gerichts dabei nach Kräften:
Mitte Mai 2013 erklärte die Verfassungskammer die Ernennung von zwei
"ehemaligen" Militärs zum Innenminister und zum Polizeichef, die
Präsident Funes im November 2011 angeordnet hatte, für ungültig. Zu Recht,
daran gibt es keinen Zweifel. Und dennoch war das Urteil bzw. sein Zeitpunkt
integriert in eine reaktionäre Stossrichtung. Im November 2011 hatte Funes alle
oberen Führungsposten im Sicherheitsbereich von FMLN-Mitgliedern
"gesäubert", sein neu ernannter Justizminister, General Munguía
Payés, der bisherige Verteidigungsminister, sorgte dafür, dass die ganzen
Reformen in der Polizei, insbesondere die Neutralisierung führender, in
Drogenhandel und andere Verbrechen involvierter Polizeioffiziere aus den alten
Armeebeständen zunichte gemacht wurden. Munguía Payés gehört zweifelsfrei zu
den Strategen des im März 2012 einsetzenden Stillhalteabkommens zwischen den
wichtigsten
maras. Die Ernennung
zweier Generäle auf führende zivile Posten stellte eine eklatante Verletzung
der Friedensabkommen von 1992 dar. Nun, die Verfassungskammer liess viel Zeit
verstreichen, um dies zu erkennen. Es ist eines ihrer beliebten Mittel,
politisch zu intervenieren. So reagierte sie mehrmals in Rekordzeit, wenn es
galt, aus der Regierung geschasste Sabotagebürokraten wieder in ihre führenden
Stellungen einzusetzen, im Gegensatz etwa zu FMLN-Mitgliedern, die ihren Job in
Gemeindeverwaltungen verloren haben. Im vorliegenden Fall befand die Kammer
anderthalb Jahre post Faktum, dafür mitten in der Wahlkampagne. Der neue Justizminister
Perdomo betrieb gleich eine faktische Sabotage am
mara-Stillhalteabkommen.
ARENA, die hinter den Kulissen den Mara-Verbindungsleuten zusicherte, unter
ihrer Regierung werde das Abkommen weitergeführt werden, führt eine aggressive
Propagandakampagne gegen diese "FMLN-Komplizenschaft"mit den
maras.
Der Zeitpunkt des Entscheids der Kammer passt bestens dazu.
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| "Monster" im Gefängnis Ciudad Barrios. |
Schlag auf Schlag
Man mag das als unglücklichen Zufall abtun; doch weitere Entscheide der
Verfassungskammer sowie ihre seit dem Regierungsantritt von Funes/FMLN an den
Tag gelegte Praxis widerlegen solche Rechtfertigungsversuche (zum letzten
Punkt:
Chaos
grinst um die Ecke, Correos 170, Juni 2012, oder detaillierter:
Golpismo “suave” en
América Latina - La variante salvadoreña",
auf Rebelión, 20.8.12).
Am
14. Oktober 2013 erklärte die Kammer die parlamentarische Wahl
ihres Präsidenten Salomón Padilla für verfassungswidrig. Begründung: Der Mann
sei FMLN-Mitglied und von daher nicht unparteiisch. Natürlich ist von
Parteimitgliedschaft als Hinderungsgrund für den Einsitz im Obersten Gericht in
der Verfassung nichts zu finden. Doch die Kammer "interpretiert"
diese Verfassung einmal mehr … Umso reizvoller, als das Kammermitglied
Belarmino Jaime, das es zusammen mit einem Kumpanen ohnehin nur mit einer
massiven Rechtsverletzung zum Einsitz im Obersten Gericht gebracht hat, legaler
Handlungsbevollmächtigter für die Geschäfte von Freddy Cristiani gewesen war.
Cristiani, ein früherer ARENA-Staatspräsident, ist Inhaber eines enormen
Monopolimperiums in zentralen wirtschaftlichen Sektoren. Bei ihrem Entscheid
liess sich die Kammer Zeit, nicht aber bei der Ausschaltung Padillas. Seit
seinem Amtsantritt war die Funktion des Präsidenten nur noch figurativ. Entschied
der Präsident bisher (auch unter der Präsidentschaft von zwei der vier
Kammermitglieder) etwa, welche Rekurse an welche Kammer des Obersten Gerichts gingen
und welche Punkte die Verfassungskammer in welcher Folge behandeln sollte, war
dies nun so anders, dass die vier bei "sensiblen"Entscheiden gleich
darauf "verzichteten", Padilla überhaupt zu ihren Sitzungen
beizuziehen. Man ist in der Kammer wieder "unter sich".
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| Belarmino Jaime, die Lichtgestalt |
Einige Monate zuvor verbat die Kammer einer anderen Kammer des Obersten
Gerichts, zu untersuchen, wie es zu der erwähnten rechtsbrecherischen Mitgliedsernennung
von Jaime und seinem Kollegen gekommen war. Eine solche Untersuchung sei
verfassungswidrig, da sie das Funktionieren der Verfassungskammer gefährde.
Am
1. November 2013 fällte die Verfassungskammer einen Entscheid, der
auch in justizgläubigen Kreisen für Empörung sorgte. Es ging um die faktische
Etsorgung, des historischen Archivs der Menschenrechtsorganisation Tutela
Legal, die von Erzbischof Romero 1980 unter seinen Schutz in den Räumen des
Episkopats gestellt wurde. Der jetzige Erzbischof, ein Opus-Dei-Mann, liess
Mitte Oktober Tutela Legal schliessen und das historisch überaus wertvolle Archiv
zum "Privateigentum" der Erzdiözese erklären. Natürlich gab die
Verfassungskammer dem klerikalen Reaktionär blitzrasch Recht, als er gegen eine
Massnahme rekurrierte, die der Menschenrechtsombudsmann David Morales, ein
ehemaliger Tutela-Mitarbeiter, zum Schutz der Integrität des Archivs verhängt
hatte.
Am
9. November 2013 erklärte die Verfassungskammer die Absetzung
eines Vertreters des Grossunternehmerverbandes ANEP im staatlichen Fonds für
Soziales Wohnungswesen (FSV) für verfassungswidrig. Hintergrund: Im August 2012
verabschiedete das Parlament eine Reform der Gesetze, welche die Ernennung von
Personen aus der sog. Zivilgesellschaft in Leitungsorganen von 21 staatlichen
"autonomen Betrieben" (Finanzinstitute, Sozialversicherung, Strom, Hafen
und Flughafen etc.) regulieren. Das Gewicht der wenige Oligarchenfamilien
repräsentierenden ANEP sollte bei der Aufstellung eines Dreiervorschlages zuhanden
des Staatspräsidenten zugunsten von anderen Unternehmerorganisationen, Universitäten
etc. reduziert werden. In den auch ökonomisch äusserst wichtigen autonomen
Staatsbetrieben hatte die ANEP bisher 30 % der Führungspositionen inne, der
"Rest der Zivilgesellschaft" gerade mal deren 7 %. ANEP, ARENA und
die grossen Medien begründeten ihre Opposition gegen die neuen Gesetze damit,
dass mit einer Machtminderung von ANEP staatlicher Korruption Tür und Bogen
geöffnet würden. Umso "erheiternder", als die lange Kette grosser
Korruptionsfälle im Land fast durchwegs unter Mitwirkung der ANEP-Leute in den
autónomas
erfolgte. Seit Monaten sorgt etwa ein "Skandal" um den damaligen
Staatspräsidenten und heutigen ARENA-Kampagnenchef Paco Flores für
Schlagzeilen: An Verfassung und Parlament vorbei hatten damals Flores und ANEP
die für die Zukunft des Landes sehr bedeutungsvolle Geothermie dem
italienischen Konzern Enel Green Power zugehalten. Eine parlamentarische
Untersuchungskommission hatte jüngst derart viele Belege für kriminelles
Verhalten zutage gefördert, dass der rechte Generalstaatsanwalt gegen einige
der Involvierten eine Strafuntersuchung wegen Korruption in der für das Land
extremen Höhe von $ 1.8 Mrd. einleiten musste. Nun, diese Reform der
autónomas
konnte nie umgesetzt werden, da die Kammer sie bald, bis zum jetzigen
definitiven Entscheid, "provisorisch" ausser Kraft gesetzt hatte.
Und gestern, am
15. November 2013, erklärte die Kammer einen
zentralen Aspekt einer Steuerreform von 2011 für verfassungswidrig:
Unternehmen, die während 3 Jahren eine Verlustrechnung präsentieren, müssten
neu 1 Prozent ihres Bruttogewinns an Steuern abführen. Hintergrund: Das
Finanzministerium stiess auf viele Fälle von systematischem Steuerbetrug
insbesondere von Multifilialen und Oligarchenunternehmen, die trotz Umsätzen
von hunderten von Millionen Dollars und Eröffnung neuer eleganter Filialen über
die Jahre monoton Verluste bilanzierten und somit steuerbefreit blieben. (Das
Gesetz verbietet dem Ministerium, die Namen der Unternehmen zu nennen…)Dem
Fiskus entgehen allein damit etwa $300 Mio. im Jahr, eine für das Budget
erkleckliche Summe. Nichts da, sagte die Kammer des Grosskapitals: Nur der
Nettogewinn (also nach Abzug aller "Kosten", wo die gängige
Betrugspraxis ansetzt) könne aussagekräftig für die Versteuerung sein. Dieser
Entscheid hat direkte Auswirkungen auf die Finanzierbarkeit von Sozialreformen.
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| ANEP erläutert an einer PK ihre Steuervorstellungen |
Gepflegte Ambiguität…
Zwischendurch entscheidet die Kammer auch mal anders. So erklärte sie sich
kürzlich bei einem Rekurs gegen das neue Medikamentengesetz, welches die
Interessen der Importlobby um Ex-Präsident Cristiani tangiert, als nicht
zuständig und überlässt damit den Entscheid anderen Instanzen. Brisant ist die
Frage des Amnestiegesetzes, zu dem sie laut eigenen Aussagen sehr bald einen
Entscheid veröffentlichen will. Die Rechte hatte das Gesetz 1993 nach
Veröffentlichung des Berichts der UNO-Wahrheitskommission für alle
Kriegsverbrechen erlassen. Schon vor Jahren hatte das Oberste Gericht aber
dieses Gesetz insoweit eingeschränkt, als Verbrechen ab Juni 1988 nicht
amnestiert seien, da die damalige Cristiani-Regierung sich nicht selber habe amnestieren
können. Es gibt die Erwartung, dass die Kammer das Amnestiegesetz tel quel
abschaffen werde. Sie läge damit auf der Linie der Interamerikanischen
Menschenrechtskommission der OAS, die in Sachen Diktaturverbrechen der 80er
Jahre durchaus eine kritische Haltung einnimmt (soweit die USA strikt
ausgeklammert sind), aber mit Gefälligkeitsurteilen für die kontinentale
Reaktion in heutigen Konflikten brilliert.
Eher aber wird die Kammer sich mit einem "sibyllinischen" Spruch aus
der Affaire ziehen wollen – etwa, indem sie an die erwähnte frühere
Rechtsprechung des Obersten Gerichts anknüpft, weder Fisch noch Vogel, wie sie
das auch schon bei anderen unbequemen Anlässen praktiziert hat. Ausreichend, um
genügend progressives Image für die nächste handfeste Offensive gegen den FMLN
und die Veränderungen im Land zu tanken. Ausreichend auch für weitere
Unterstützung aus der "internationalen Gemeinschaft".
… mit Unterstützung aus den USA
Da wäre nicht nur die faschistische Mary O'Grady zu erwähnen, die von
Merrill Lynch in eine führende Position im Wall Street Journal gewechselt hat
und in diesem einflussreichen Medien die Verfassungskammer als leuchtendes
Bollwerk gegen den Totalitarismus lobt. Sondern auch der republikanische
Vorsitzende des
House Western Hemispheric Subcomittee und sein
demokratischer Vize, die sich am 16. Oktober 2013 gegen angebliche FMLN-Attacken auf die
"unabhängige Justiz" der Verfassungskammer stark gemacht haben (letzten September auch
der einflussreiche demokratische Senator Patrick Leahy, der damit gleich die
Vergabe von US-"Hilfsgeldern" verknüpfen wollte). Dreht der
Justizputsch der Verfassungskammer noch weiter auf, wird der internationale
Chor gegen die "Bedrohung der unabhängigen Justiz" beträchtlich
anschwellen.
So oder so aber bleibt, dass heute in El Salvador die Verfassungskammer ganz
nach Belieben schalten und walten und der FMLN nur "gehorchen" kann.
Sollte die Kammer weiter eskalieren und in irgendeiner Form direkt in den
Wahlprozess eingreifen, würde dies die Spannung im Land gefährlich steigern.
Angegriffene Menschenrechtsorganisationen
Ein gefährliches Spiel, in einer Zeit, in der die Angriffe auf Tutela Legal
oder vorgestern auf Pro-Búsqueda an vergangene Zeiten erinnern. Drei Bewaffnete
drangen bei Pro-Búsqueda ein und verbrannten und behändigten Archivunterlagen. Die
Organisation war nach dem Krieg vom linken Jesuiten Jon Cortina gegründet
worden und verfolgt die Aufgabe, von der Armee entführte Kinder, die oft zur
Adoption ins Ausland gegeben wurden, zu entdecken und die Möglichkeit eines
Treffens der leiblichen mit den sozialen Familien aufzumachen, in über 200 ergreifenden
Fällen schon erfolgreich. Der unabhängige Menschenrechtsprokurator betonte
seine
"Besorgnis, dass das Attentat [auf Pro-Búsqueda]die
Charakteristika der politischen Anschläge auf MenschenrechtlerInnen im
Bürgerkrieg aufweist" (
Contrapunto,
14.11.13). Die Angriffe auf Tutela Legal und Pro-Búsqueda werden meist mit
einem eventuell bevorstehenden Entscheid der Verfassungskammer zum
Amnestiegesetz von 1993 in Verbindung gebracht. Die Nervosität bei den Rechten
ist da.
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| Mitglieder von christlichen Basisgemeinden protestieren vor der Kathedrale gegen Schliessung von Tutela Legal |