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Patt in Uruguay: Ergebnisse nach Stichwahl werden überprüft

Montag, 25. November 2019

https://amerika21.de/2019/11/234630/uruguay-stichwahl-frente-amplio
 
Rechte Allianz kann sich zunächst nicht durchsetzen. Teile des Militärs hatten gegen die bisherige Regierungspartei Stimmung gemacht

Nächster Präsident von Uruguay: Luis Lacalle Pou
Nächster Präsident von Uruguay: Luis Lacalle Pou
Montevideo. In Uruguay ist es nach der Stichwahl um das Präsidentenamt zu einem sogenannten technischen Patt zwischen dem Kandidaten des Regierungslagers, Daniel Martínez, und seinem rechtsgerichteten Herausforderer Luis Lacalle Pou gekommen. Die offiziellen Ergebnisse nach Auszählung aller Stimmen wiesen am späten Sonntagabend nur einen minimalen Unterschied zwischen beiden Anwärtern auf das höchste Staatsamt auf. Lacalle Pou liegt dabei leicht im Vorteil. Als technischen Patt bezeichnet man ein knappes Ergebnis, bei dem die geringe Differenz kleiner oder gleich der statistischen Fehlerquote ist.
Angesichts der geringen Stimmdifferenz verschob das Wahlgericht die Bekanntgabe des Endergebnisses auf Donnerstag oder Freitag. Der Unterschied zwischen beiden Kandidaten beträgt demnach 28.666 Stimmen, während 35.229 Stimmen noch einmal überprüft werden sollen.
Im ersten Wahlgang am 27. Oktober hatte Daniel Martínez zehn Punkte Vorsprung vor Pou gehabt, konnte sich jedoch nicht unmittelbar durchsetzen. Der rechte Kandidat bildete daraufhin ein Bündnis, um die zweite Runde mit Ernesto Talvi von der Colorado-Partei, Guido Manini von der rechtsextremen Gruppierung Cabildo Abierto, Edgardo Novick von der Partei Gente und Pablo Mieres von der Unabhängigkeitspartei anzutreten.
Lacalle Pou ist ein 46-jähriger ehemaliger Senator, Sohn des ehemaligen Präsidenten Luis Alberto Lacalle (1990-1995) und der ehemaligen Senatorin Julia Pou (PN). Sein Regierungsprogramm sieht vor allem Haushaltseinsparungen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar vor. 2018 beliefen sich die öffentlichen Ausgaben in dem südamerikanischen Land auf 16,77 Milliarden US-Dollar.
Daniel Martínez, 62 Jahre alt, ist einer der Gründer des staatlichen Energieunternehmens Ancap, dessen Präsident er war. Im Jahr 2008 wurde er Minister für Industrie, Energie und Bergbau und war neun Jahre lang Senator. Sein Regierungsprogramm zielt darauf ab, die sozialen Errungenschaften der Regierungen von José "Pepe" Mujica und Tabaré Vázquez, beide von der linksgerichteten Breiten Front (Frente Amplio), fortzusetzen und auszubauen.
Am Wahltag hatte sich schon früh eine hohe Beteiligung abgezeichnet. Nach Angaben des Präsidenten des Wahlgerichts, José Arocena, hatten bis 16:30 Uhr (Ortszeit) bereits 70 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Zuvor bereits hatte das Gremium den normalen Ablauf der Wahlen und die hohe Wahlbeteiligung hervorgehoben. Mehr als 2,6 Millionen Uruguayer waren in den 7.100 Wahlkreisen des Landes stimmberechtigt. Die Stimmabgabe ist obligatorisch, die Bürger müssen ab Erreichen des 18. Lebensjahres an den Wahlen teilnehmen.
Der Präsidentschaftskandidat der Opposition, Lacalle Pou, lag schon in den letzten Umfragen vor der Stichwahl vor seinem Rivalen Daniel Martínez von der bislang regierenden linken Breiten Front (Frente Amplio), die seit 2005 an der Macht ist. Offenbar hat es die Breute Front aber geschafft, den Vorsprung weitgehend wettzumachen.

Noch siegessicher: Daniel Martínez von der Frente Amplio im Wahlkampf
Noch siegessicher: Daniel Martínez von der Frente Amplio im Wahlkampf
Laut dem Umfrageinstitut Factum hatte Lacalle Pou vor der Stichwahl die Unterstützung von 51 Prozent der Wähler, während Martínez von der Breiten Front mit 43 Prozent der Stimmen rechnen konnte. Weitere sechs Prozent der Wählerinnen und Wähler wollten ungültige Stimmzettel abgeben.
Auch nach dem Meinungsforschungsunternehmen Cifra lag Lacalle Pou mit 47 Prozent vor Martínez mit 42 Prozent. Nach dieser Quelle wollten fünf Prozent ungültig wählen.
Für Unmut sorgte das Vorgehen rechter Militärkreise. Verteidigungsminister José Bayardi kritisierte am Samstag den ehemaligen Armeegeneral Guido Manini, der in einem Video über soziale Netzwerke indirekt zur Rebellion gegen eine mögliche weitere Linksregierung aufgerufen hatte.
Manini veröffentlichte ein Video, das sich an Mitglieder der uruguayischen Streitkräfte und Soldaten richtete. Darin forderte er Soldaten auf, in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen nicht für den Linken Martínez zu stimmen. "Diese Regierung hat die Streitkräfte systematisch angegriffen, und heute bitten sie um deine Stimme. Es sind die gleichen, die die Notwendigkeit der Existenz von Streitkräften in Frage gestellt haben", sagte der ehemalige General.
Manini steht der rechtsextremen Partei Cabildo Abierto vor. Cabildo Abierto ist die viertstärkste Kraft im Land und ist Teil der von der Nationalpartei geführten rechten Koalition, die Lacalle Pou gegen Martínez unterstützt
Trotz eines geltenden Wahlkampfverbots hatte die Militärvereinigung Centro Militar ein Kommunique verbreiten lassen, in dem die Autoren zur Wahl des rechten Kandidaten aufrufen. Das Dokument, das zur "Auslöschung des Marxismus" in Uruguay aufruft, sorgte umgehend für heftige Reaktionen. Vertreter der Linken und sozialer Organisationen fühlten sich an die Zeit der blutigen Militärdiktatur (1973-1985) erinnert. In den vergangenen Tagen berichteten Bürger zudem von Aufmärschen schwer bewaffneter Soldaten in Städten im Landesinneren, wie Salto und Tacuarembó. Offiziell war von Manövern die Rede. Angesichts der bevorstehenden Wahlen und der Parteinahme eines Teils der Armee wurden die Aufmärsche aber als deutlicher Einschüchterungsversuch gewertet.

Verlag Assoziation zum Tod von Eleuterio Fernández Huidobro

Freitag, 12. August 2016

Eleuterio Fernández Huidobro - Mitbegründer der uruguayischen Tupamaros gestorben

Liebe Freundinnen und Freunde,
aus Uruguay erreichte uns die traurige Nachricht, dass Eleuterio Fernández Huidobro, el Ñato, tot ist. Der Mitbegründer der uruguayischen Tupamaros, ehemaliger Stadtguerillero, Gefangener der Militärdiktatur, Schriftsteller, streitbarer und umstrittener Politiker und zuletzt Verteidigungsminister des Landes, ist mit 74 Jahren an einer Lungenkrankheit gestorben.
http://www.elpais.com.uy/informacion/recuerdo-eleuterio-fernandez-huidobro.html
Sein Compañero Pepe Mujica, ehemaliger Präsident des Landes, verabschiedete sich von ihm mit bewegenden Worten:
https://www.youtube.com/watch?v=CYutmXqH54Y
http://www.elobservador.com.uy/mujica-y-su-despedida-fernandez-huidobro-me-quedo-un-poco-solo-tu-recuerdo-n951829
In seinen letzten Jahren hatte sich el Ñato von seinen politischen Ursprüngen zum Teil weit entfernt, für uns ein schmerzhafter Dissens, doch er bleibt als historische Figur der lateinamerikanischen Linken und Koautor der Erinnerungen „Wie Efeu an der Mauer“, einem monumentalen Werk der „Knastliteratur“ und überragendem Dokument der Behauptung der Menschlichkeit noch unter den unmenschlichsten Bedingungen unvergesslich.
Wir erinnern an ihn mit einem Gedicht seines Compañeros – und Autors und Freundes des Verlages – Mauricio Rosencof, der an das gemeinsame Ziel erinnert: „die Haut zu riskieren, damit die Unglücklichsten die am meisten Privilegierten seien“.
Mit herzlichen Grüßen
Theo Bruns
MAURICIO ROSENCOF
Ahora que me acuerdo

LOS PACTOS QUE HICIMOS
CON EL ÑATO, BAJO TIERRA

La escalera que nos llevaba a los calabozos subterraneos, arrancaba frente al escusado.
Un escusado turbio, umbroso, donde crecian, contra la pared unos hongos palidos, grandes como pepinos. Tenia una taza y una ventanita sellada.
Una vez al dia nos llevaban al desagote. Cuando nos acuclillabamos para la deposicion nuestra de cada dia, con las manos esposadas hacia delante, nos agarrabamos las bolas.
Las ratas salian por el caño y nos saltaban entre las piernas.
Cuando teniamos visita, nuestro banco, frente a las rejas,lo instalaban alli. Y desde alli conversabamos,medidos, con los viejos, con nuestras niñas.
Una vez subieron de las catacumbas al visitado equivocado. Entonces me encontre, flaquita y timida, del otro lado del enrejado, con Gabrielita, la hija del Ñato.
Habia un custodia muy piola, que una vuelta, nos fue mostrando, corriendo apenas el ventanuco, un rio.
“El rio”,nos dijo.Orgulloso de su rio.

LOS PACTOS DEL MONOAMBIENTE

Un tunel largo arrancaba al pie de la escalera y moria a poco andar en la pared del fondo. Al pie de la escalera estaba el calabozo del Pepe.
Las puertas estaban hechas con literas verticales, con las dos patas de hierro atravesando el muro del sucucho. El interior tenia un metro ochenta de largo, y de ancho, solo podias vivir en sesenta centímetros, porque habia una cucheta bajada que ocupaba el resto. Un techo de chapas, sostenido por vigas de madera, abulonadas.
El catre solo se podia usar de noche, cuando daban la orden. Entonces poniamos el cacho de jabon a cubierto, porque las ratas nos caminaban en busca de comida. Y siempre andaban ahí, correteando los aposentos, el corredor, nuestro lomo.
Pero no solo las ratas. Por ahí rondaban el bajon, la auto boleta, la locura.
Por eso un dia lo conversamos en clave de morse, a golpe de nudillo, y fue una discusión politica, para ver cual era nuestra papel politico en esos dias, años, quienquenios.
Y llegamos a un conclusión, unica, una sola palabra:
“Resistir”.

LOS PLANES DEL ÑATO
El aire no entraba por ningun lado. No habia ventana, ni ventanuco, ni agujero de ventilación. El aire bajaba por las escaleras.
Un dia el Ñato nos comunica que desde la cucheta llega bien a las patas de hierro empotradas de la tarima, y parado desde alli llega a tocar los bulones y las chapas del techo.
La vision del rio se nos habia fijado, si saliamos por ahí a la buena de dios, lo demas era una zambullida.
La guardia no bancaba el foso porque era irrespirable. Y se monto el operativo para cuando en una guardia calma, el soldado subiera. Quedaba el Pepe alerta al pie de la escalera, para trancar alguardia si bajaba, con un pedido, una bronca, lo que fuera, y uno ahí, haciendo bulla.
El Ñato llego hasta los bulones. Nos cuenta luego que ya habian sido aflojado, fija que por la tanda de rehenes que nos antecedio en estos calabozos. “Pero”, agrego, “las chapas no las levanta ni Cristo”.
Estabamos en un batallon de ingenieros. Con el tiempo supimos que sobre las chapas habian depositado los tramos de hierro del puente bailey, que arman para cruzar rios.
Y lo que son las cosas. Esos hierros fueron la base del estrado frente al obelisco, desde donde dio misa JuanPablo ll.

EL PACTO DEL TESTIMONIO
En murmullos perdidos en las pocas visitas, nos fuimos enterando que el Nepo tenia un cancer enla cabeza yque no lo atendian. Que un par de compañeros se habian empantanado en la confusion.
Entonces nos juramentamos a golpe de nudillo: que si alguno de nosotros salia con vida y en condiciones, iba a dar testimonio de los dias vividos. Es un decir.
Nos toco volver a la vereda soleada. Y a poco de salir, en un galponcito a los fondo de la Casita de mis viejos, dejamos con el Ñato ese cachito de historia que titulamos “Memorias del calabozo”.
Bajo tierra entonces, bajo tierra hoy, Ñato, seguimos pactando con la vieja barra, para que un dia los mas infelices sean losmas privilegiados.

Chau, Ñato.
Nos estamos viendo.

Uruguay gegen Philip Morris vor Schiedsgericht der Weltbank

Sonntag, 22. November 2015

19.11.2015 Uruguay / Politik / Wirtschaft

Uruguay gegen Philip Morris vor Schiedsgericht der Weltbank

Präsident Vázquez zuversichtlich angesichts der Klage des Tabakkonzerns. Weltgesundheitsorganisation unterstützt Uruguay beim Schiedsverfahren
Der Tabak-Konzern Philip Morris fordert einen Schadenersatz von mindestens 25 Millionen US-Dollar von Uruguay
Der Tabak-Konzern Philip Morris fordert einen Schadenersatz von mindestens 25 Millionen US-Dollar von Uruguay
Washington/Montevideo. Beim Verfahren des Tabakkonzerns Philip Morris International gegen des Staat Uruguay haben beide Parteien im Verlauf der letzten Oktoberwochen ihre Schlussplädoyers gehalten. Für Uruguay waren Staatssekretär Miguel Toma, Gesundheitsminister Jorge Basso sowie Gesundheitsexperten und Juristen in die US-Hauptstadt Washington gereist. Das südamerikanische Land wartet nun auf das Urteil des Weltbank-Schiedsgerichts (ICSID), das innerhalb der nächsten sechs Monaten verkündet werden soll. Präsident Tabaré Vázquez äußerte unlängst seine Zuversicht, dass Uruguay den Fall gewinnen wird. Philip Morris ist der weltweit größte private Hersteller von Tabakprodukten.
Im Jahr 2010 hatte die Schweizer Niederlassung des Konzerns vor dem Schiedsgericht der Weltbank geklagt und einen Schadenersatz von mindestens 25 Millionen US-Dollar von Uruguay gefordert. Philip Morris gab an, die von Vázquez eingeführte Tabak-Regulierung beeinträchtige seine Geschäfte und verstoße gegen das schweizerisch-uruguayische Investitionsschutzabkommen. Gestützt habe sich der Konzern dabei auf die im Abkommen enthaltenen Punkte "indirekte Enteignung" und "gerechte und billige Behandlung".
Uruguay mit seinen rund dreieinhalb Millionen Einwohnern sei für den Tabakmulti kein nennenswerter Markt. Es gelte gegenüber diesem Kleinstaat ein Exempel zu statuieren, um andere Länder davon abzuhalten, ihre Nichtrauchergesetze ebenfalls zu verschärfen, kommentierte Vázquez die Klage.
Die strikte Anti-Tabak-Gesetzgebung Uruguays hatte der Präsident und Onkologe in seiner ersten Amtszeit eingeführt. Seither sind Zigarettenpackungen zu zwei Dritteln mit abschreckenden Bildern versehen. Bezeichnungen wie "light" sind nicht mehr zulässig und Menthol-Zigaretten verboten. Als Krebsspezialist setzte sich Vázquez sein Leben lang mit den Folgen des Rauchens auseinander. In seinem Kampf gegen den Tabakkonsum ist Uruguay in den vergangenen zehn Jahren gut gefahren. Die Zahl der Herzinfarkte ging um 22 Prozent zurück und 16 Prozent der Raucher überwanden in dieser Zeit ihre Nikotinsucht.
In diesem Zusammenhang haben die panamerikanische (Paho) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) daran erinnert, dass die von Uruguay eingeführten Maßnahmen sich an den Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs halten. Beide Organisationen verteidigen die Position Uruguays und ihre Beteiligung an dem Schiedsverfahren als Sachverständige ist vom ICSID genehmigt worden.
In einer Rede, die Vázquez  kürzlich vor der UN-Generalversammlung hielt, fand der Präsident klare Worte für Philipp Morris. Die Industrie schrecke nicht davor zurück "die eigenen Kunden zu töten, um ihre Gewinne zu verdoppeln". Unter keinen Umständen sei ethisch gerechtfertigt, "dass Multinationale von Gerichten das Recht zugesprochen bekommen, kommerzielle Aspekte über das fundamentale Menschenrecht auf Leben und Gesundheit zu stellen", fuhr der Präsident fort.

Uruguay zieht sich aus Tisa-Verhandlungen zurück

Freitag, 11. September 2015

https://amerika21.de/2015/09/129078/uruguay-tisa-rueckzug

10.09.2015 Uruguay / Politik / Wirtschaft

Das regierende Parteibündnis Frente Amplio hat sich gegen eine weitere Teilnahme Uruguays an den Tisa-Verhandlungen entschieden
Das regierende Parteibündnis Frente Amplio hat sich gegen eine weitere Teilnahme Uruguays an den Tisa-Verhandlungen entschieden
Montevideo. Die Regierung Uruguays hat am Montag den Ausstieg aus den Verhandlungen zum Internationalen Dienstleistungsabkommen (Tisa) bekanntgegeben. Die Ankündigung folgt einer Abstimmung im regierenden Parteienbündnis Frente Amplio (FA) am vorigen Samstag. Auf dem Nationalen Plenum der FA stimmten 117 der Anwesenden für einen Ausstieg, 22 dagegen. Das Plenum war auf Antrag von Uruguays Präsident Tabaré Vázquez einberufen worden. Vázquez sah sich seit seinem Amtseintritt immer wieder mit Protesten gegen das Tisa-Abkommen konfrontiert.
Zuletzt hatte es im Juni erneut landesweite Streiks gegen Uruguays Teilnahme gegeben. Kritisiert wurden die Intransparenz der geheim laufenden Verhandlungen und die Konsequenzen aus dem Abkommen. Soweit bekannt, zielt Tisa auf die Deregulierung öffentlicher Dienstleistungen wie die Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung ab und gibt transnationalen Unternehmen einen Freifahrtschein bei ihren weltweiten Investitionsaktivitäten.
Uruguay hatte im Februar dieses Jahres die Teilnahme an den Tisa-Verhandlungen verkündet. Laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE habe sich das südamerikanische Land schon im September 2013 um einen Beitritt beworben. Viele Mitglieder der Vorgängerregierung unter Präsident José Mujica gaben an, von der geplanten Teilnahme nichts gewusst zu haben. Mujica rechtfertigte den Schritt mit den Worten: "Wenn Uruguay sich verteidigen will, muss es wissen, was da gerade ‘gekocht’ wird. Die großen Mächte machen das sonst unter sich aus und zwingen es uns später auf."
Innerhalb der FA haben sich die Sozialistische Partei, die Kommunistische Partei und die Bewegung der Volksbeteiligung (MPP), die Partei von Ex-Präsident Mujica, gegen das Abkommen geäußert. Die sozialdemokratische Partei, die Asamblea Uruguay des Wirtschaftsministers Danilo Astori sowie die ebenfalls sozialdemokratische Partei Nuevo Espacio von Außenminister Rodolfo Nin Novoa, waren für die Fortsetzung der Verhandlungen.
Das Tisa-Abkommen wurde 2012 von den USA initiiert und steht in einer Reihe mit weiteren Freihandelsabkommen wie dem Multilateralen Investitionsabkommen (Mai), dem Anti-Piraterie-Abkommen (Acta) und dem Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP). An den Verhandlungen nehmen insgesamt 50 Länder teil, aus Lateinamerika sind bisher Mexiko, Costa Rica, Kolumbien, Panama, Paraguay und war - bis zum Beschluss des Ausstiegs - Uruguay dabei.

Washingtons Springer in Montevideo

Freitag, 10. April 2015



 „Das ist äusserst besorgniserregend. Vorallem in einem Land, das die gleichen Bedingungen durchlebt hat, wie sie die Venezolaner heute haben, vor mehr als dreissig Jahren. Wir mussten die Welt um Hilfe angehen. Denn die Menschenrechte stellen die einzige Materie dar, bei der das Argument der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes nicht gilt. Die Menschenrechte werden alle verteidigt, überall auf der Welt. Uruguay hatte gewarnt und hat am Gipfel der Unasur Stellung genommen.“

(zas, 10.4.15) Wer vor wenigen Tagen so sprach, ist Rodolfo Nin Novoa, Aussenminister in der neuen uruguayischen Regierung von Tabaré Vázquez. Der Herr bezog sich auf politische Gefangene in Venezuela wie die früheren Putschisten Leopoldo López oder Antonio Ledezma. López, Chef der Ultrapartei Voluntad Popular, sitzt, weil er vor mehr als einem Jahr eine der entscheidenden Figuren beim Versuch war, die Regierung Maduro zu stürzen; Ledezma, bis vor kurzem Oberbürgermeister von Caracas, wegen, so die venezolanische Regierung, Belegen für seine massgebliche Rolle bei einem letzten Februar knapp verhinderten neuen Putschversuch. Nin Novoa gab an, am letzten Gipfel der südamerikanischen Staatengemeinschaft Unasur einsam darauf gedrungen zu haben, das IKRK in Venezuela einzusetzen. Er insinuierte damit einen Kriegszustand in Venezuela.
Dass Nin Novoa, der unter der letzten Präsidentschaft von Taberé Vázquez (2005 – 2010) als Vizepräsident amtiert hat, diese Erklärung wenige Tage vor dem heute beginnenden Amerikagipfel in Panamá machte, ist bestimmt kein Zufall. 
Nin Novoa und Tabaré Vázquez
 Obama musste angesichts des extrem breiten Widerstands nicht nur in Lateinamerika gegen seine am 9. März 2015 erlassene Präsidialorder, wonach Venezuela eine „aussergewöhnliche Bedrohung“ der national security der USA sei, zurückkrebsen. Die Unasur, die lateinamerikanisch-karibische Staatengemeinschaft Celac, das Alba-Bündnis, aber etwa auch die Länder der G77+China hatten von Washington die Rücknahme dieser Eskalationsorder gefordert. Vor zwei Tagen teilte Benjamin J. Rhodes vom National Security Council dann kleinlaut mit: „Die USA denken nicht, dass Venezuela eine Bedrohung unserer nationalen Sicherheit darstellt.“  Washington sah sich zu diesem Schritt gezwungen, sollte der Gipfel in Panama nicht zum Fiasko für die USA werden. Dies soll es nun den USA und ihren Kräften ermöglichen, im Gegenzug Venezuela (und Kuba) unter Druck zu setzen. Der Gipfel und seine „zivilgesellschaftlichen“ Paralleltreffen werden von der OAS ausgerichtet. Für die „zivilgesellschaftlichen“ Treffen hat sie insbesondere im Fall von Kuba, aber auch von Venezuela, rechtsextreme Delegationen akkreditiert, aber kaum linke. Am offiziellen Gipfel werden möglicherweise Figuren wie Nin Novoa vorgeschickt, um doch noch etwas Druck gegen Venezuela aufzubauen.
Bemerkenswert ist, dass der Mann Aussenminister einer angeblich linken Regierung ist. Offenbar sollen er und vielleicht noch andere seines Politschlages eine öffentlich wirksame Rolle bei der weiteren Offensive gegen das „andere“ Lateinamerika spielen. Tabaré Vázquez hatte sich zwar schon in seiner ersten Präsidentschaft als alles andere als Sozialist geoutet, wurde aber erneut vom linken Frente Amplio aufgestellt. Offenbar ist die Politik der Freundschaft mit Venezuela des populären bisherigen Staatspräsidenten Pepe Mujica in Uruguay beendet. Doch auch Mujica betrieb eine in vielem konservative Politik. Besonders übel etwa der lange geheim gehaltene Beitritt Uruguays zu den USA/EU-etc.—Geheimverhandlungen über das Dienstleistungsabkommen Abkommen TISA.

Correos 165, März 2011

Sonntag, 24. April 2011

Inhaltsverzeichnis Correos 165



Schweiz-Kolumbien

Eine Kapsel – eine Kugel! What else?
Pressemitteilung 18.12.2010, Solidaritätskoordination Schweiz – Lateinamerika



Plan Kolumbien

Es ist noch nicht lange her, da galt der Medieninternationalen der damalige kolumbianische Präsident Uribe als sunny boy, der grosse Fortschritte auf dem Weg der Demokratisierung und Befreiung von Terror geleistet habe. Folgsam nahmen die Demokratie-durchtränkten Verlautbarungsorgane danach den nächsten Wink aus Washington auf: Uribe ist out, mitunter gar ein wenig pfui, in ist der Neue. Die Geschichte vom alten und vom neuen Mohr. Doch auch der derzeitige Strahlemann ist ein Massenmörder. Sein aktuelles „Bravourstück“ in Sachen democracy&reform, das sogenannte Landrückgabegesetz, verschärft den Hungerangriff.
Azalea Robles

Am 21. Februar veröffentlichte Azalea Robles auf ihrem Blog http://azalearobles.blogspot.com einen langen Artikel: „250.000 Desaparecidos claman justicia, y Falsimedia confunde para seguir desapareciendo la verdad“. Elemente daraus:
nach Azalea Robles

Armee hat mehr Verluste als die USA in Afghanistan
Roberto Romero

USA bauen Militärbasen in Kolumbien aus
Verstoss gegen Urteil des Verfassungsgerichts. Opposition verlangt Klärung durch Regierung Santos
Hans Weber

Menschenrechte im Rückspiegel
Kolumbianische Kommandos trainieren mexikanische Sicherheitskräfte
Cyril Mychalejko

USA: Mexiko als Sündenpfuhl

Plan Kolumbien in Zentralamerika
Leandro Albani



Schweiz-Uruguay
Philip Morris klagt gegen Uruguay, weil das Land zum Beispiel Tabakwerbungen in den Medien verboten hat. Der US-Tabakmulti mit Steuersitz in der Schweiz klagt vor einem Investoren-Schiedsgericht der Weltbank. Das Schweizer Wirtschaftsdepartment stellt sich mit interessanten Argumenten hinter den Multi.
Sergio Ferrari



Brasilien
Die WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 bewirken schon jetzt die gewalttätige Verdrängung von Menschen aus den Unterklassenquartieren in die abgelegene und extrem arme Peripherie der Stadt. Die Regierenden von „links“ bis rechts setzen dabei auf die Militarisierung der Favelas. Dagegen formiert sich Widerstand, der vielleicht morgen schon nicht mehr totgeschwiegen werden kann. Ein Gespräch mit zwei AktivistInnen des Widerstandes.
Eva Danzl und Dieter Drüssel befragen María Lucia de Pontes und Mauricio Campos dos Santos



Kuba
Wirtschaftsbaustelle Kuba
„Dass die Partei in einer kritischen wirtschaftlichen Situation und vor der Notwendigkeit tief greifender Veränderungen diese öffentlich zur Debatte stellt, sucht seinesgleichen und zeugt von einem soliden sozialen Grundkonsens in der Bevölkerung.“
Franco Weis

Aufbruch – in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit!
„Wir dürfen die Errungenschaften nicht aufgeben, insbesondere was die uns auszeichnende menschliche Haltung betrifft.“ Die Argumente der „müde Gewordenen“ für die derzeitigen wirtschaftlichen Veränderungsbestrebungen laufen auf die Wiedereinführung kapitalistischer Verhältnisse in Kuba hinaus. Die Autorin propagiert die sozialistische Demokratisierung der Gesellschaft.
Camila Piñeiro Harnecker



Venezuela
Es bürgert sich in bestimmten Kreisen der lateinamerikanischen besonders „radikalen Linken“ ein, mit den Rechten zu marschieren. Ein Beispiel aus Venezuela mit Aufhänger in der Schweiz.
Dieter Drüssel



Bolivien
Eine asoziale Regierungsmassnahme aus abgeschotteten Höhen der Macht. Ein Volksprotest von links bis weit rechts. Neue Widersprüche, neue Spaltungen.
Emily Achtenberg

Eine abgehobene Regierungspolitik favorisiert die Rechte und entmutigt die Basis. Die Regierungspartei braucht eine Reorganisierung von unten, der Umbruchprozess einen realen Einbezug aller veränderungswilligen Kräfte. Der Autor, ein früheres Leitungsmitglied des Gewerkschaftsdachverbandes COB, schlägt dafür eine grosse Volksversammlung vor.
José Justiniano Lijerón



Haiti
Haitischer Wahlzirkus
Was sich Wahlen nennt, sind offensichtliche Betrugsmanöver miteinander konkurrierender Fraktionen mit Arbitrage durch die Besatzungsmächte. Im Ergebnis dürfen jetzt zwei extremistische Rechte, beide Washington und Paris hörig, miteinander wetteifern. Es gibt keinen Zweifel daran, dass, würde der 2004 von Washington und Paris vertriebenen Lavalas-Partei die Wahlteilnahme bewilligt, die Resultate ganze andere wären. Der frühere Diktator Duvalier treibt erneut sein Unwesen auf der Insel, die Rückkehr des weggeputschten Ex-Präsidenten Aristide dagegen wird bis heute verhindert. Die folgenden Beiträge von Mark Weisbrot beleuchten diese Seite des Problems. Unbeantwortet bleibt die Frage, wie sich all diese Vorgänge auf der politischen Makroebene zum extremen Leiden der Bevölkerung und zu Ansätzen von sozialem Eiderstand von unten verhalten.
Mark Weisbrot



Honduras
Rechte US-Ökonomen streben in Honduras „Modellstädte“ mit extraterritorialer Gesetzgebung und Organisation im Dienste von InvestorInnen an. Das Putschregime hat schon eine servile Verfassungsänderung durchgezogen. Das klingt nach billiger Science Fiction, doch dahinter steckt die intellektuelle Bereitschaft von Elitären, „einen Putsch nicht zu vergeuden“. Wie die Chicago-Boys im Chile Pinochets.
Dieter Drüssel

Schweiz-Uruguay: Bundesrat unterstützt Multi

Sonntag, 13. März 2011

aus der dieser Tage erscheinenden Nummer 165 des „Correos“

Kein weisser Rauch

Philip Morris klagt gegen Uruguay, weil das Land zum Beispiel Tabakwerbungen in den Medien verboten hat. Der US-Tabakmulti mit Steuersitz in der Schweiz klagt vor einem Investoren-Schiedsgericht der Weltbank. Das Schweizer Wirtschaftsdepartment stellt sich mit interessanten Argumenten hinter den Multi.

Sergio Ferrari*

Der Schweizer Regierung zufolge muss die vom Tabakunternehmen Philip Morris angestrengte Klage den vom Multi gewählten Weg weitergehen und damit den Regeln des International Center for Settlement of Investment Related Disputes (ICSID, spanisch: CIADI) folgen. So die Antwort des Bundesrates auf eine Anfrage der SP-Nationalrätin Marina Carobbio von letztem Dezember.

Carobbio wollte zum einen die Haltung der Regierung zum Strafantrag von Philip Morris gegen Uruguay kennen lernen und zum andern wissen, ob der Bundesrat bereit wäre,  das 1991 zwischen der Schweiz und Uruguay unterschriebene Bilaterale Investitionsschutzabkommen zu vervollständigen oder abzuändern, um Uruguay in seinem Kampf gegen das Rauchen zu unterstützen.

Das Volkswirtschaftsdepartement hat im Namen des Bundesrates am 16. Februar 2011 eine Antwort veröffentlicht, in der steht: Internationale "Investitionen haben für die Schweiz eine herausragende volkswirtschaftliche Bedeutung. Die Schweiz gehört mit einem Kapitalbestand an Direktinvestitionen im Ausland von etwa 866 Milliarden Franken (2009) weltweit zu den grössten Exportländern von Kapital. Unser Land ist deshalb in besonderem Masse auf Rechtssicherheit bezüglich nicht-kommerzieller Risiken von Investitionen im Ausland angewiesen. Um diese Rechtssicherheit zu erhöhen, hat die Schweiz das weltweit drittgrösste Netz von bilateralen Investitionsschutzabkommen (ISA) geschaffen“.

Was die Möglichkeit einer Modifizierung des Bilateralen Abkommens zwischen der Schweiz und Uruguay betrifft, die der uruguayische Ex-Präsident Tabaré Vázquez letzten Dezember zur Sprache brachte, ist für Bern „kein Anpassungsbedarf des ISA im Sinne der vorliegenden Anfrage erkennbar“. Vázquez hatte angeregt, dass die Regierungen von Bern und Montevideo die Möglichkeit prüfen könnten, das Investitionsschutzabkommen mittelfristig so zu modifizieren, dass Produkte wie Zigaretten, welche die Gesundheit der Bevölkerung schädigen, davon ausgeschlossen würden. In seiner Botschaft argumentiert der Bundesrat so: „Regulatorische Massnahmen zur Verfolgung öffentlicher Interessen per se oder um ganze Wirtschaftssektoren von den Verpflichtungen eines ISA auszunehmen, würde dem Vertragszweck nicht entsprechen, der darin besteht, ausländische Investitionen in allen Sektoren vor völkerrechtswidrigem Handeln zu schützen.“

„Verpasste Chance“
„Die Schweiz hat“ damit, wie Marina Carobbio „swissinfo.ch“ sagte, „eine Chance verpasst, ihre Kohärenz im Kampf gegen das Rauchen zu demonstrieren“. Man schätze, fügte die Nationalrätin an, „die wirtschaftlichen Interessen der Grossunternehmen höher als  das Wohl der Bevölkerung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Schweiz strenge Massnahmen gegen das Rauchen in unserem eigenen Land einführt, aber ähnliche Massnahmen in Ländern des Südens nicht unterstützt“. Marina Carobbio teilte „swissinfo.ch“ mit, dass sie Aktionen prüft, um eventuell im Parlament eine Debatte zum Thema zu eröffnen. Sie sagte: „Ich glaube nicht, dass die Antwort des Volkswirtschaftsdepartements im Namen des Gesamtbundesrates Gegenstand einer vertiefteren Diskussion in der Regierung war“.

Uruguayischer Antrag
In einem letzten Dezember „swissinfo.ch“ gewährten Interview fragte der uruguayische Ex-Präsident und renommierte Onkologe Tabaré Vázquez Regierung, Parlament und Zivilgesellschaft in der Schweiz um Unterstützung in dem Verfahren an, das Philip Morris, die ihren Sitz in der Schweiz hat, gegen Uruguay betreibt. Das Tabakunternehmen klagte vor dem CIADI in Washington gegen die von den uruguayischen Behörden eingeleiteten Massnahmen gegen das Rauchen, welche seiner Ansicht seine ökonomischen Interessen beeinträchtigen  und ihm enorme Verluste zufügen.

Die uruguayische Regierung verfügte, dass 80 Prozent der Oberfläche jeder Zigarettenschachtel mit Bildern und Botschaften, die vor der Gefährlichkeit des Produktes warnen, gefüllt sein müssen. Zudem akzeptiert sie keine Reklame für die Unterscheidung von „light“ oder „soft“ bei einigen Tabakprodukten.

Laut Tabaré Vázquez hat jeder Staat der Welt das Recht und die Pflicht, für die Gesundheit seiner BürgerInnen zu sorgen. Zwischen Wirtschaftsinteressen und dem Wohl der Bevölkerung ist für den Ex-Präsidenten das zweite Gut zu priorisieren. Er betonte: „Im Konflikt mit Philip Morris geht es um die uruguayische Souveränität“.

Franco Cavalli, Schweizer Onkologe
Der bekannte Schweizer Onkologe Franco Cavalli erklärte „swissinfo.ch“: „Die Position des Bundesrates ist feige und schändlich. Unsere Regierung stützt sich einzig auf kleinliche und kurzfristige Interessen und verdrängt die mörderische Tätigkeit der grossen Tabakunternehmen, vor allem in den Entwicklungsländern“. Der von der offiziellen Haltung von Bern enttäuschte ehemalige Präsident der „Internationalen Union gegen den Krebs“ erinnert daran, dass kürzlich die Zeitschrift „Lancet“ die Handelspolitik der Tabakunternehmen in den armen Ländern als „widerlich“ bezeichnet hatte.

Laut Cavalli wird der Bundesrat mit seiner Position in Konfrontation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geraten, die, „wir sollten es nicht vergessen, ihren Sitz in Genf hat“. Letzten November veröffentlichte die 4. Konferenz der Mitgliedsstaaten des WHO-Rahmenabkommens für die Tabakkontrolle, die in Punta del Este (Uruguay) stattfand, eine Erklärung, die als Solidaritätsbekundung mit der mit Philip Morris im Streit liegenden südamerikanischen Nation interpretiert wurde.



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